Mönchengladbach: Das Jugendsinfonieorchester spielte ein Benefizkonzert in der Citykirche

Citykirche : Beethoven-Jahr mit Romanze eröffnet

Im vorweihnachtlichen Konzert in der Citykirche begeisterten das Jugendsinfonieorchester und etliche Solisten der städtischen Musikschule. Der Erlös aus der Veranstaltung geht an den Bauverein Hauptpfarrkirche.

Es ist allmählich schon eine Tradition geworden, dass die städtische Musikschule in der Vorweihnachtszeit ein Benefizkonzert für den Bauverein Hauptpfarrkirche durchführt. Da die Stuhlreihen der Citykirche am Alten Markt gut gefüllt waren, lohnte sich die Veranstaltung auch finanziell. Schließlich sind die Renovierungskosten, die der Bauverein übernimmt, erheblich.

Musikalisch lohnte sich der Besuch des Konzerts sowieso. Wieder einmal war es höchst erfreulich zu erleben, welch beachtlichen Leistungen von den musikbegeisterten Jugendlichen zu hören waren. Am Anfang stand ein voluminöser symphonischer Klang. Satte tiefe Streicher, strahlende Blech- und sensible Holzbläser sorgten für eine vitale Wiedergabe von Beethovens Egmont-Ouvertüre.

Damit wurde auch schon ein musikalischer Vorgeschmack auf das kommende, das Beethoven-Jahr gegeben; mit mehreren Kompositionen stand Beethoven im Mittelpunkt. „Eine Romanze für Ludwig van ...“ war das Konzert überschrieben. In einem Fall war „Romanze“ auch ganz wörtlich zu verstehen, stand doch eine der beiden Romanzen, die Beethoven für Solovioline plus Orchester schrieb, auf dem Programm. Gemessen an ihren jungen Jahren spielte Konzertmeisterin Anna Döring die F-Dur Romanze schon sehr sicher, kultiviert begleitet vom Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Christian Malescov.

Die Zahl der beeindruckenden solistischen Leistungen war überaus groß. Mit schon sehr weit ausgebildeten Stimmen gefielen drei junge Sängerinnen. Mit einem klaren Sopran trug Marie Lina Hanke Weihnachtslieder von Peter Cornelius vor, mit einem tragenden Mezzosopran sang Elisabeth Pfeiffer Pergolesi und Mozarts „Abendempfindung“. Von Anne Knoop (Mezzosopran) zum Trio ergänzt, waren beide dann noch solistisch in zwei Carols des Engländers John Rutter zu hören.

Das Vokalduo Hanke/Pfeifer durfte sich zusammen mit dem Harfen-Duo Sophie Shen und Annegret Koltze in der beliebten Barcarolle von Jacques Offenbach solistische profilieren.

Sofern nicht das Jugendsinfonieorchester die Solisten begleitete, übernahm Kirchenmusikdirektor und Münsterkantor Klaus Paulsen diese Aufgabe mit der gewohnten Zuverlässigkeit. Paulsen war überhaupt vielseitig gefordert: als Klavierbegleiter, als Organist bei den von allen gemeinsam gesungenen Advents- und Weihnachtsliedern und schließlich als Leiter des Musikschulchors „Junges Vokalensemble“. Die jungen Sängerinnen hinterließen ebenfalls einen vorzügliche Eindruck, unter anderem mit Beethoven-Sätzen wie der „Hymne an die Nacht“.

Ein weiteres solistisches Bonbon wurde für den Schluss aufbewahrt mit „A Trumpeter‘s Lullaby“ des amerikanischen Komponisten Leroy Anderson, hervorragend gespielt von der Solotrompeterin Melina Buchkremer. Die vielen Zuhörer dankten mit herzlichem, lang anhaltenden Applaus.