Mönchengladbach: Christmas Classics in der Christuskirche

Weihnachtskonzert : Christmas Classics in der Christuskirche

Für lauschige Weihnachtsstimmung sorgte die Remember Band mit ihrem Konzert am 1. Advent in der Christuskirchengemeinde. Mit weihnachtlichen Liedern stimmten sie auf die schönste Zeit des Jahres ein.

In zartem rosafarbenen Licht erstrahlt der vordere Teil der Christuskirche. Über die Bögen bewegen sich sachte Lichtkreise. Den Altarraum verwandeln abgehängte Tücher in eine Konzertbühne mit kleinen Bäumchen, die mit Lichterketten verziert sind. In den Bänken der Kirche sitzen erwartungsvoll die Besucher, kein Platz ist mehr frei, das Konzert ist ausverkauft. Gespannt erwarteten sie die ersten Klänge der Remember Band. Mit „Zeit der Wünsche“, einer selbst geschriebenen Nummer, starten die diesjährigen Christmas Classics.

„Wir sind seit 2007 mit diesem Projekt am Start“, sagt Werner Beuschel, Pfarrer der Christuskirchengemeinde. „Anfänglich waren es drei Konzerte, jetzt sind wir bei zehn Konzerten innerhalb von acht Tagen, das ist schon beachtlich.“

Die klaren charaktervollen Stimmen der Sängerinnen Andrea Wolter, Steffi Steglich und Lena Sommer geben den weihnachtlichen Songs, die von den Musikern der Remember Band gespielt werden Seele und Tiefe. Trotz einer Erkältung ist die Sängerin Lena Sommer mit dabei. Hätte sie sich nicht dafür entschuldigt, wäre es vermutlich niemandem aufgefallen. Als Musiker der Band sind Alex Behrens (Gesang), Heinrich Verheyden (Gesang), Bernd Liffers (Gitarre), Michael Sommer (Keyboards), Thomas Weck am Bass und Michael Grulke am Schlagzeug mit dabei.

Die Remember Band verbindet schon lange mit der Kirchengemeinde eine enge Kooperation. Die evangelische Kirche am Kapuzinerplatz sei „das Zuhause der Christmas Classics“, heißt es auf der Internetseite der Band. Am Anfang stand eine Konzertidee für ein Konfirmationsjubiläum, daraus entstand der Gedanke, zu Weihnachten mit Weihnachtspopsongs Konzerte anzubieten.

In der von farbigen Lichtspielen erhellten Kirche erklingen stimmungsvolle Lieder wie „The Rose“ oder das tiefgründige „Halleluja“ von Leonard Cohen. Pfarrer Beuschel erinnert an die Bedeutung dieses Songtextes: „Auch wenn alles schief gegangen ist, werde ich vor dem Herrn stehen mit nichts als einem Halleluja auf der Zunge.“ Auf der Posaune spielt Oscar Kliewe die ersten Töne von „Nun freut Euch ihr Christen“, die Band stimmt mit rockigen Rhythmen ein; und von den Sängerinnen erklingt „Adeste fideles“, die gesungene Weihnachtsbotschaft. Mit besinnlichen Worten erinnert Pfarrer Beuschel an die Internationalität der Musik: „Man muss die Texte nicht verstehen können, um die Musik zu verstehen.“

Als klassisches Familienkonzert gehören in die Christmas Classics auch Lieder, die buchstäblich jedes Kind mitsingen kann. Beispielsweise „In der Weihnachtsbäckerei“. Die Kulisse verändert sich in eine Backstube, Plätzchen werden vom Blech zu den  Zuschauern gereicht und der kleine Phil Sebastian Verheyden macht sich gesanglich als Weihnachtsbäcker stark und unterstützt das Duo der Sänger.

Als weiterer Gast zeigt die 14-jährige Luise Oltmanns an der mit braunen Aufschlaghölzern ausgestatteten Marimba ihr musikalisches Können. Ähnlich einem Xylophon wird dieses Instrument jedoch mit vier bis sechs Schlagstäben gleichzeitig gespielt.

Damit die Besucher auch etwas zum Schmunzeln haben, gibt es auch Songs, die die Band als Weihnachtslieder umgeschrieben hat. „Nur noch schnell das Blech fetten“ erklingt zur Melodie von Tim Bendzko’s „Ich muss nur noch schnell die Welt retten“. Die klassischen Weihnachtssongs wie „It’s Christmas Time“ und „Driving home for Christmas“ fehlten jedoch nicht und stimmten auf die nun begonnene vorweihnachtliche Zeit ein. Renate Resch