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Mönchengladbach: Ausstellung "Sommerleuchten" im Nassauer Stall von Schloss Wickrath

Kunst in Mönchengladbach : Raum für Kunst im Nassauer Stall

Am 21. und 22. August stellt das Künstlerpaar Brandt-Stracke zum zweiten Mal in Wickrath in der Reihe „Sommerleuchten“ aus. Die beiden Kreativen erklären, warum sich der Nassauer Stall für ihre Ausstellung eignet.

Eine von drei Frauen neigt den Kopf ein wenig zur Seite, die beiden anderen schauen der Sonne entgegen. Das Bild sage viel über ihre  Art, mit Problemen umzugehen aus, erklärt Jutta Brandt-Stracke (68). In der ästhetischen Vermittlung sei es ihr wichtig, Lösungsmöglichkeiten anzudeuten. Sie stellt am Wochenende, 21. und 22. August, mit Ehemann Reiner Stracke im Nassauer Stall von Schloss Wickrath aus, zum zweiten Mal unter dem Titel „Sommerleuchten“. Das Paar rief die Reihe als „Fixpunkt“ eines Auftritts mit Arbeiten aus beiden Ateliers 2018 ins Leben. Die für 2020 geplante Fortsetzung musste wegen Corona ebenso abgesagt werden.

„Normalerweise“ sei der Nassauer Stall an etwa 35 Wochenenden im Jahr ausgebucht, und für 2022 wurden rund 25 Reservierungsverträge geschlossen, sagt Kurt Eitel. Der Verwalter erhält auch oft Anfragen für Hochzeiten und Geburtstage. Wegen der Einschränkung, dass angesichts der Mieter über dem Stall bis maximal 19 Uhr gefeiert werden kann, sei die Örtlichkeit für solche Gelegenheiten aber eher ungeeignet. „Zu 99,9 Prozent wird der Nassauer Stall für Ausstellungen und erster Linie für Kunstausstellungen gebucht. Eine Veranstalterin zeigt hier bis zu vierzig Künstler“, erzählt Eitel.

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Das Künstlerpaar Brandt-Stracke  schätzt den Nassauer Stall als „wunderschöne Location mit Wohlfühlpotential“. Sie will Ölgemälde und kleine Objekte zeigen, er Fotografie, Malerei und kleinere Skulpturen. Sie bevorzugt die gegenständliche Gestaltung, er die Abstraktion. Jutta Brandt-Stracke führt seit 1996 ein eigenes Atelier, verschrieb sich 2005 hauptberuflich der Kunst.

Reiner Stracke war immer nebenberuflich kreativ, baute Puppentheater und Marionetten, widmete sich dem Linoldruck. Mit Eintritt in den Ruhestand intensivierte er die künstlerische Arbeit, seit 2017 stellt er aus. Heute liegt sein Schwerpunkt auf der Fotografie. „Ich bin detailverliebt, gehe viel in die Natur. Details können ein Stück Papier auf dem Boden oder ein Blatt sein. Das Gefundene verwende ich auch für Assemblagen und Collagen“, so der 67-Jährige. Zudem arbeitet er aus Verpackungsmaterial kleinere Skulpturen. 

Zum ersten „Sommerleuchten“ seien 450 Gäste gekommen. „Das Schöne am Nassauer Stall ist, dass auch viele Menschen kommen, die sonst nicht unbedingt zu Ausstellungen gehen“, so die Malerin.