Mönchengladbach: Ausstellung der Ahmadiyya in der Citykirche erklärt den Islam

Ahmadiyya Glaubensgemeinschaft : Ausstellung in der Citykirche erklärt den Islam

Bis zum 22. November ist die Ausstellung „Eine Reise durch die islamische Zeit“ zu sehen. Schon der Veranstaltungsort, eine christliche Kirche, zeigt: Es geht um den Dialog der Religionen.

Wie wichtig der interreligiöse Dialogen ist, das weiß die Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat Mönchengladbach/Viersen. Aus diesem Grunde lädt sie alle Interessierte bis kommenden Freitag,  22. November, jeweils von 10 bis 16 Uhr zur Islamausstellung „Eine Reise durch die islamische Zeit“ in die Citykirche ein.

Gerade die öffentliche Debatte über den Islam beschränkt sich häufig auf einzelne Aspekte wie Fundamentalismus oder Extremismus. Auch das Denken vieler in Deutschland lebenden Menschen sei geprägt von Angst und Missverständnissen gegenüber dem Islam.

Dieser selektiven Wahrnehmung will die Ausstellung entgegenwirken, weil sie den Islam in seiner Gesamtheit in den Blick nimmt und die friedlichen Lehren dieser Religion betont. Ebenfalls soll im Rahmen der Ausstellung über den Islam informiert und der interreligiöse Frieden gestärkt werden. Zu entdecken gibt es für Besucher der Ausstellung Übersetzungen des Korans in alle gängigen Sprachen. Außerdem erfährt man durch Bücher und diverse Aufzeichnungen wichtiges zur Entstehung des Islam und wofür er im Großen und Ganzen eigentlich steht. Zum Austausch stehen Mitglieder der Reformgemeinschaft gerne zur Verfügung.

„Diese Ausstellung steht für einen offenen Dialog. Sie soll verbinden und nicht trennen. Nur diese Verbindung ist ein Garant für ein friedliches Miteinander. Alle Religionen dieser Welt sollten selbstverständlich sein“, sagte Bürgermeister Michael Schroeren am Freitag in seiner Eröffnungsrede. Gerade in Zeiten, in denen „ungesundes Halbwissen über eine Religion kursiert“ und dementsprechend Ängste und Abneigungen schürt, sollte man zusammenstehen, so Schroeren.

Einen ersten Schritt in Richtung Verbindung der Religionen geht dabei die Citykirche selbst. Eine islamische Ausstellung in einer christlichen Kirche stellt eben genau die Verbindung dar, die für ein friedliches Miteinander so wichtig ist und für die ein Bewusstsein geschaffen werden soll. „Wir möchten die Ängste unserer Mitbürger nehmen und wir laden jeden herzlich ein zu einem offenen Dialog. Ein Gotteshaus ist in jeder Religion das gleiche. Es soll dazu dienen, dass wir beten. Egal zu welchem Gott“, erklärt Imam und Theologe Muhammad Bilal Awais.

Die Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde 1889 im heutigen Indien von seiner Heiligkeit Mirza Ghulam Ahmad gegründet und versteht sich als eine religiöse Reformgemeinde, welche heute international verbreitet ist und von seiner Heiligkeit und dem geistigen Oberhaupt Mirza Masroor Ahmad, dem fünften Kalifen der Ahmadiyya Gemeinde, als geistiges Oberhaupt und spirituellem Lehrer geleitet wird.

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