Mönchengladbach: "Astronauten" wollen mit neuem Album durchstarten

Musiker aus Mönchengladbach : Astronauten wollen mit Album durchstarten

Die Mönchengladbacher Newcomer-Band „Astronaut“ hat ihr Album „Problemhits“ vorgestellt. Mit eigenen Songs sind sie live zu erleben. Und die Musiker haben weitere Pläne: Sie wollen im Ausland spielen – und arbeiten bereits an neuen Songs.

„Wir nehmen uns nicht so ernst“, charakterisiert Alex Cremer die Band „Astronaut“. Ihre Songs sind selbstbewusst und eigenwillig, mal nachdenklich, mal schräg – aber lustig sollen sie sein. Abwechslungsreich präsentieren sich die 15 Songs des neuen Albums „Problemhits“. „Wir haben viele unterschiedliche Stile auf der CD“, sagt Drummer Andreas Hülsen. „Von Punk über Rock bis hin zu Reggae ist alles drin. Dazu haben wir deutsche Texte, die jeder versteht – exzellente Texte, wie ich finde.“ Das Besondere: Die Musiker schreiben die Texte für ihre Songs selbst, auch covert sie keine bestehenden Stücke. „Wir spielen lieber unseren eigenen Krempel und sind kreativ“, sagt Alex Cremer.

Vor zwölf Jahren entstand die Idee zur Gründung von „Astronaut“. Zunächst entstanden im Studio Songs ohne Schlagzeug, lediglich mit E-Drums. Die Musiker dachten noch nicht an Auftritte, machten es nur zum Spaß und für sich selbst. Dann, nach einer Pause, fand sich die Band mit Alex Cremer am Mikrofon, Olli Jansen an der Gitarre, René Blum am Bass und Andreas Hülsen am Schlagzeug zusammen – und sie entschlossen sich, live auf die Bühne zu gehen und ihr Album zu präsentieren. „Wir begannen, alte Stücke neu aufzugreifen, live umzusetzen und neue Stücke zu produzieren“, erinnert sich René Blum. In einem knappen Jahr haben sie die 15 Songs für das neue Album produziert.

Aufgenommen wurden sie im Tonstudio im Keller des Drummers und in einem Proberaum. „Die Stücke sind selbstgemixt und selbstproduziert“, erzählt Andreas Hülsen. Zum Schluss wurde die CD extern gemastert. „Es ist immer besser, man hat nochmal frische Ohren drauf“, erläutert er. Jetzt liegt das Ergebnis vor und die Band kann stolz sein. „Das feiern wir.“

Die Musik selbst entsteht meist aus Olli Jansens und Renè Blums Feder – die Endversion wird dann im Proberaum gemacht. „Die Songs entwickeln sich immer weiter“, erklärt Blum. Die Grundstruktur der Songs mit dem Refrain werde so ausgebaut. Live auf der Bühne werde ein Song auch mal anders interpretiert. Die Spielfreude siegt über die Produktion im Studio. „Es wäre ja langweilig, wenn man alles identisch spielen würde“, meint Alex Cremer.

Für alle vier Mönchengladbacher ist die Musik ein Hobby. Sie sind gestandene Typen, die mitten im Leben stehen, Familie haben und ihren Spaß an der Musik leben. Alle vier haben bereits in anderen Bands gespielt. „Was ich an der Band ,Astronaut’ so schön finde, ist, dass es ohne Eitelkeiten zugeht“, erzählt Alex Cremer. Vorschlägen würden interessiert aufgenommen und ausprobiert, Änderungen stellten keine Hürde dar und würden nicht persönlich genommen. „Es ist, als wären wir zusammen groß geworden. Jeder hat seine Stärken und kann sich damit gut einbringen.“ Jeder Musiker hat seine eigene Funktion. „Bei uns läuft es einfach“, meint Andreas Hülsen.

Das Konzert im Messajero, bei dem die Musiker ihr Album vor etwa 150 Menschen vorstellten, lief erfolgreich. „Die Resonanz des Publikums war umwerfend“, sagt Alex Cremer. Deshalb soll es im November ein weiteres Konzert der „Astronauten“ geben. Weiter ist eine kleine Tour durch verschiedene Länder geplant. Nebenher arbeiten sie bereits an ihrem nächsten Album.

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