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Mönchengladbach: „Ali Claudi Trio“ begeisterte im Chapeau Kultur

Jazz In Mönchengladbach : „Ali Claudi Trio“ begeisterte im Chapeau Kultur

Die Musiker zogen hoch professionell, virtuos und mit offensichtlicher Spielfreude mit Swing, Latin-Jazz, Balladen, Rhythm and Blues, Funk und Boogie-Woogie viele Register.

Seit sechs Jahrzehnten ist Ali Claudi im Jazz unterwegs, und die Musik hält die Gitarrenlegende offenbar jung. Im „Chapeau Kultur“ servierte der Namensgeber des „Ali Claudi Trio“ mit dem Pianisten Hans-Günther Adam und Schlagzeuger Christian Schröder einen energiegeladenen Jazz-Abend in stilistisch breit angelegter Fülle.

Die Besucher genossen die Nähe zum Trio. Das zog hoch professionell, virtuos und mit offensichtlicher Spielfreude mit Swing, Latin-Jazz, Balladen, Rhythm and Blues, Funk und Boogie-Woogie viele Register und begeisterte mit ideenreichen Improvisationen. Er möge die Stadt und ihre Menschen, versicherte Ali Claudi. Mit 19 Jahren begann er in unterschiedlichsten Formationen in Jazzclubs und bei Konzerten aufzutreten. Die Besetzung erklärte Claudi mit dem verschmitzten Hinweis„Sie sehen und bezahlen nur drei Musiker, hören aber fünf“ zum Quintett. Damit lag er nach eigener Rechnung richtig: Adam wechselte über die Register vom Piano- zum Hammond Keyboard und spielte zudem im mitreißenden Drive Pedalbass.

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Claudi bewies als Gitarrist melodische Variationsbreite und brachte sich ebenso als Sänger ein. Zu Bob Dylans „Watching the river flow“ startete die Band die jazzige Weltreise mit zündenden Einsätzen und auch lyrisch angehauchten Momenten. Zu ausgefallenen Spezialitäten zählten die wunderbare Improvisation im barocken Stil über Harmonien eines Jazz-Standards wie auch eine Kombination von Jazz und Flamenco. Zur Aneignung des Chansons „La Mer“ zauberten Pianist und Schlagzeuger klangmalerisches Meeresrauschen.

Die Zuhörer baten um ein Wiederhören.