Vereinsjubiläum in Mönchengladbach Kunstverein MMIII feiert 20-jähriges Bestehen

Mönchengladbach · Mit einer Retrospektive in Ausstellungskatalogen und Plakaten blickt der Verein auf die vergangenen Jahre zurück. Welches Konzept der Verein verfolgt und wie er entstanden ist.

Im Boetzelen-Silo feiern die Gäste zwischen den Kunstobjekten. Auf der ersten Etage werden die Plakate der vergangenen 20 Jahre gezeigt.

Im Boetzelen-Silo feiern die Gäste zwischen den Kunstobjekten. Auf der ersten Etage werden die Plakate der vergangenen 20 Jahre gezeigt.

Foto: Tim Szalinski

Die sieben Gründungsmitglieder des MMIII Kunstvereins Mönchengladbach hatten sich 2003 viel vorgenommen: „Schwerpunktmäßig will MMIII zeitgenössischer Kunst, die im Spannungsverhältnis zwischen aktueller Frische und zeitloser Qualität anzusiedeln ist, eine Plattform bieten.“ – Heute, 20 Jahre später, bestätigt die Leiterin des Kulturbüros, Agnes Jaraczewski, dass der Verein „durch herausragende Ausstellungen von unbestrittener Qualität das breite Spektrum zeitgenössischer Kunst widerspiegelt“. Zur Feier des runden Geburtstags laden die Vereinsmitglieder am Freitag, 11. August, ab 18 Uhr ins Rudolf-Boetzelen-Silo an der Siemesstraße 42 ein.

Die römischen Ziffern MMIII bedeuten 2003 und stehen für das Gründungsjahr. Grafikerin und Frau der ersten Stunde, Annette Kremer-Königs, hatte nach einem Romaufenthalt diese Assoziation.

Mit der Wahl des ersten Ausstellungsraums, einem umgebauten ehemaligen Kesselhaus, definierte der Verein auch seinen Charakter: „Wir wollten bürgerliche Eigeninitiative mit einem Künstler und einem Kunsthistoriker als Kuratoren in einem ,Off-Space‘, also einer nicht-museale Industrie-Architektur, ansiedeln“, sagt Künstler Klaus Schmitt, der auch zu den Gründungsmitgliedern zählt und künstlerischer Leiter des Vereins ist. Das ist bis heute so geblieben. Auch im Boetzelen-Silo, seit 2007 Ausstellungsgebäude, gilt: ein Kurator, ein Künstler – etablierte wie junge Talente – zeigen ihre Kunst von Malerei über Skulptur bis hin zu Installationen und Performance-Kunst auf ausschließlich weißen Flächen.

Der ehemalige Kulturdezernent Wolfgang Rombey vermittelte zusammen mit Hubertus Wunschik vom Kulturbüro die endgültige Ausstellungsstätte in den Boetzelen Höfen. Rombey ist auch Gast auf der Geburtstagsparty.

Auf der Feier lassen die Initiatoren die vergangenen 20 Jahre Revue passieren. Kataloge und Plakate zu allen Ausstellungen geben Einblick in die Vielfältigkeit des Programms. Da zu gibt es auch eine Verlosung. Wichtig war dem Verein auch, Transparenz zu schaffen und offen zu sein: So sind Künstler willkommen, die Schnittstellen zwischen Kunst und Design, Mode und Technik thematisieren und überbrücken.

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