Kino in Mönchengladbach: BIS zeigt Film "Newcomers" mit und von Geflüchteten

Kino in Mönchengladbach : BIS zeigt Film „Newcomers“ mit und von Geflüchteten

Ein syrischer Regisseur hat 29 Menschen interviewt, die nach Deutschland eingewandert sind und ihre Geschichte erzählen. Tickets gibt es kostenlos.

Wie fühlt es sich an „Flüchtling“ in Deutschland zu sein? Dieser und anderen Fragen geht der Dokumentarfilm „Newcomers“ des syrischen Regisseurs Ma’an Mouslli nach, den das BIS in Kooperation mit der GEW und dem Asylkreis Mönchengladbach am Mittwoch, 25. September, um 20 Uhr bei freiem Eintritt zeigt. Die Zuschauer erwarten laut Veranstalter viele intensive Momente, denn in dem rund einstündigen Dokumentarfilm erzählen Geflüchtete teils bewegende Details aus ihrem Leben: vom Tragischen, aber auch vom Schönen und Hoffnungsvollen. Von Verfolgung, Krieg und den Umständen der Flucht, aber auch von Träumen und Kindheitserinnerungen, vom stetigen Kampf für Freiheit und Würde.

In Szene gesetzt wurden die Menschen und Geschichten von einem Regisseur, der selbst von Syrien nach Deutschland fliehen musste und dem die Menschen vor der Kamera offensichtlich vertrauen. Ma’an Mouslli hat es verstanden, die Interviewten für sich sprechen zu lassen: „Wir führen die Zuschauer ganz nah heran. Ich wollte, dass das Publikum sich so fühlt als würden sie ganz persönlich mit den Menschen reden“, sagt er. Gemeinsam mit der afghanischen TV-Journalistin Arezao Naiby, der deutschen Produzentin Sara Höweler und unterstützt von einem kleinen Team Ehrenamtlicher hat er deutschlandweit rund einhundert Interviews geführt. 29 „Newcomers“ kommen zu Wort, sie stammen aus acht verschiedenen Ländern: Syrien, Afghanistan, Iran, Libanon, Sudan, Guinea, Palästina und Deutschland. Doch das erfahren die Zuschauer nur zum Teil. In den Einblendungen zu Beginn der Interviews sieht man lediglich die Namen und Orte, in denen die Interviews geführt wurden. „Das Wissen darüber, woher die Menschen stammen, könnte den Blick auf das Wesentliche trüben“, sagt Mouslli. Und damit kommt er auch schon zu seinem Hauptanliegen: „Es geht uns darum, Newcomers als Menschen zu zeigen. Menschen mit Geschichten, die alle ein wenig unterschiedlich sind und doch alle gleich. Durch den Film habe ich zum Beispiel Menschen aus Afghanistan kennengelernt, die dieselben Erfahrungen gemacht haben wie ich.“

„Newcomers“ ist das dritte Regie-Werk des in Osnabrück lebenden syrischen Regisseurs. Mit der Doku „Shakespeare in Zaatari” über geflüchtete Kinder im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari gewann er 2016 den Preis „Bester Film Non Professional“ beim Film Festival Cologne.

Kostenlose Karten für die Vorstellung in Mönchengladbach können beim BIS reserviert werden unter www.bis-zentrum.info oder per Telefon 02161 181300. Die Tickets sollten bis spätestens 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden.

Weitere Infos zum Film, sowie einen Trailer, gibt es unter www.newcomers-film.de.

(RP)
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