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Kinderbuch-Illustratorin aus Mönchengladbach

Mönchengladbach : Gemalte Geschichten

Ein kleiner Stern, der das Leuchten lernen muss, drei merkwürdige Freunde im Wunderwald, der Mond, der zum Vollmond wird: Sabine Marie Körfgen ist Illustratorin. Am liebsten bebildert sie Kinderbücher. Und zwar toll.

Der Wunderwald hängt voller Donuts. Der Zuckerguss ist grün, rosa, gelb, hellblau, weiß oder schokoladig. Zum Anbeißen – finden das Hasenschwein Helli, der Hirschhund Bruno und die Scharaffe Luna. Es gibt nach Fleisch duftende bunte Knochen für Bruno und Karotten in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen für Helli. In einem Bach fließt rosafarbenes Wasser, das zuerst nach Lollipop, dann nach Erdbeereis schmeckt. Helli, Bruno und Luna sind ziemlich merkwürdige Tiere. Und darunter haben sie gelitten, sie wurden verspottet und nicht ernst genommen. Ihre Freundschaft macht sie selbstbewusster, sie entdecken, dass sie einzigartig sind. Das Kinderbuch „Drei Freunde und der Wunderwald“ von Anna Gruber hat die Mönchengladbacher Illustratorin Sabine Marie Körfgen mit liebevollen und kindgerechten Bildern ausgestattet.

Sabine Marie Körfgen hat schon als Kind gern gezeichnet und gemalt. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung im Einzelhandel, später noch eine im Buchhandel. Und immer malte sie. Am Berufskolleg Platz der Republik begann sie eine weitere Ausbildung – zur gestaltungstechnischen Assistentin. Da war sie Anfang 20 und begann, erste Kinderbücher zu illustrieren. Ihre letzte Ausbildung zur Mediengestalterin in Düsseldorf brach sie ab. „Irgendwann war mir klar, dass ich einfach Kinderbücher machen wollte“, sagt sie.

Und das tut sie – seit fünf Jahren in Vollzeit. 70 bis 80 Stunden in der Woche arbeitet sie an ihren Illustrationen. „Das macht mir überhaupt nichts aus, ich gehe in meiner Arbeit völlig auf.“ Die Illustratorin arbeitet gern mit Aquarell und Pastell, immer wieder und immer häufiger auch digital. „Das ist genau so schön, aber die Korrekturen gehen wesentlich leichter.“

Für das Buch „Der kleine Stern“ von Heidi Sutter hat sie Mutter Stern und Kind Stern zum Leben erweckt. Der kleine Stern leuchtet nicht ganz so hell wie die anderen Sterne. Die Mutter schickt ihn zum Mann im Mond. Der trägt einen dunkelblauen Kapuzenmantel und schaut mit seinem weißen Haar und dem ebenso weißen Bart sehr freundlich aus. Der traurige kleine Stern soll ein Glas mit seinen Lieblingsfarben füllen und leer trinken. Tatsächlich strahlt der kleine Himmelskörper heller als alle anderen.

Die Bilder von Sabine Marie Körfgen füllen meist die komplette Seite, die Texte werden integriert. Das macht die besondere Wirkung der Kinderbücher aus. Wie das soeben erschienene Buch von Monika Luise Gschiel mit Gute-Nacht-Geschichten über Sonne, Mond und Sterne. Sie geben Antworten auf die Fragen: Was macht das Männchen im Mond, wenn es auf der Erde traurige Kinder sieht? Möchte ein Nachtgespenst immer nur im Dunklen leben und Schrecken verbreiten? Und erzählt wird die Geschichte, wie aus dem Mond ein Vollmond wird, wie drei Freunde sich auf den Weg zur Sonne machen und wie ein kleiner Stern das Leuchten lernt. Die Geschichten eignen sich perfekt zum Vorlesen für Kinder ab sechs Jahren. Und die werden viel Freude an den überaus fantasievollen Bildern haben.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von Sabine Marie Körfgen: www.sabinemariekoerfgen.com