Mönchengladbach : Musik „vom vermischten Geschmack“

Die Blockflötistin Tabea Debus und die Gambistin Lea Rahel Bader entführten in die Welt des Barock

(RP) Musik „vom vermischten Geschmack“ erlebten die Besucher des zweiten Konzerts im Zyklus „Junge Virtuosen“. Hinter dem geheimnisvollen Titel „Les gouts réunis - Vom vermischten Geschmack“ verbargen sich Werke von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann, aber auch von weniger bekannten Komponisten wie Monsieur de Sainte-Colombe oder Jacques-Martin Hotteterre. Im vollbesetzten Rittersaal boten die Blockflötistin Tabea Debus und die Gambistin Lea Rahel Bader ihrem Publikum einen spannenden Einblick in die Welt des Barock – und das auf hohem Niveau, wie schon die Biographien der beiden Künstlerinnen hatten erwarten lassen.

Tabea Debus hat im vergangenen Jahr ihr Masterstudium an der Royal Academy of Musik mit dem „Principal’s Prize“ abgeschlossen und wurde bereits in etlichen Wettbewerben ausgezeichnet. Lea Rahel Bader, die regelmäßig sowohl auf modernem Violoncello als auch auf Barockcello und Viola da Gamba konzertiert, ist auf nationalen wie internationalen Festivals zu Gast. Auch sie ist Preisträgerin etlicher Wettbewerbe und lehrt bereits an der Universität der Künste Berlin. Im Rittersaal stellte die vielseitige Musikerin sich mit der Gambe vor.In einer klug zusammengestellten und gut verständlichen Moderation gelang es ihr schnell, ihre Leidenschaft für das archaisch anmutende Instrument auf die gebannt lauschenden Zuhörer zu übertragen.So erfuhr das Publikum nicht nur viele Details zum Aufbau und Spielweise der Gambe, sondern auch zur Entstehung der gespielten Werke und zu den Verbindungen der Komponisten untereinander.

Bunt gemischt ging es, abwechseln solo auf Flöte oder Gambe und im Duo der beiden, durch feine Stilunterschiede und wechselnde Klangcharaktere, dargeboten in einer faszinierenden Virtuosität und Spielfreude, die beim Publikum bestens ankam. Als Dank für den begeisterten Applaus gab es zum Abschluss zauberhafte „Nachtigallenklänge“ und ein einstimmiges Lob der Besucher: „Das war wieder ein richtig schönes Konzert!“