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Mönchengladbach: Italienischer Grandseigneur am Klavier

Mönchengladbach : Italienischer Grandseigneur am Klavier

Der Zyklus der sechs städtischen Meisterkonzerte beginnt am 18. September mit französischer Musik.

Renommierte Spitzen-Solisten und -Ensembles und ambitionierte Newcomer werden sich in der nächsten Konzertsaison in Mönchengladbach vernehmen lassen. Sechs Meisterkonzerte, jeweils donnerstags in der Kaiser-Friedrich-Halle (KFH) terminiert, können sich die Musikfreunde vormerken. Wie immer richtet die Marketing-Gesellschaft (MGMG) die Konzertreihe aus. "Durch das hohe Niveau hat sich die Reihe der Meisterkonzerte längst als unverzichtbarer Programmpunkt in der Kulturszene der Stadt verankert", sagt Peter Schlipköter, Geschäftsführer der MGMG.

1. Meisterkonzert

International besetzt, darunter eine Mönchengladbacherin (die Echo-Preisträgerin Anette Maiburg, Querflöte), beginnt die Reihe am 18. September. "Classica Francese" ist das Programm betitelt, mit dem das Septett spannende Stilsprünge zwischen Debussy, André Jolivet, Jean Cras und einer Serie französischer Chansons (Jacques Brel, Edith Piaf etc.) vollzieht. Im Vorjahr ist dazu bereits die CD ("Classica Francese") erschienen. Die Chansons singt Alexandra Cravero.

2. Meisterkonzert

Der Cellist Daniel Müller-Schott und die Pianistin Lauma Skride wollen sich am 6. November als musikalisches Traumpaar empfehlen. Sie spielen Sonaten von Beethoven, Brahms und Chopin. "Das Konzert wird von der Gladbacher Bank gefördert", berichtet Programmberaterin Petra Riederer-Sitte. Der Cellist sei ein großer Fußball-Freund. "Er hat sich ausbedungen, dass wir ihm eine Führung durch das Borussia-Stadion vermitteln - das klappt", versichert Riederer-Sitte.

3. Meisterkonzert

Ein innovatives Sextett mit klassischem Programm gastiert am 22. Januar 2015 in der KFH. "Berlin Counterpoint" hat sich einen Namen dafür gemacht, dass es in seinen Konzerten entfesselte Virtuosität mit famoser Harmonie kombiniert. Der Klarinettist von "Berlin Counterpoint", Sacha Rattle, ist übrigens der Sohn des Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle.

4. Meisterkonzert

Spätestens seit dem Gewinn des ersten Preises bei der Chamber Music Competition in Melbourne (Australien) kann sich das junge Amaryllis Quartett zu den führenden Streichquartetten seiner Generation zählen. Ausgebildet wurden vier Streicher (Gustav Frielinghaus, Lena Wirth, Lena Eckels und Yves Sandoz) bei Walter Levin in Basel, beim Alban-Berg-Quartett in Köln und bei Günter Pichler in Madrid. Sie spielen am 26. Februar 2015 Quartette von Mozart ("Hoffmeister-Quartett"), Alban Berg (Streichquartett Nr. 3) und Beethoven (Nr. 12, Es-Dur, op. 127).

5. Meisterkonzert

"Ein Grandseigneur der Klavierszene" (so Peter Schlipköter) gibt sich am 7. Mai 2015 ein Stelldichein am Steinway-Flügel in der KFH. Der gebürtige Römer Giovanni Belluci bringt Klavierwerke bzw. -transkriptionen von Mozart, Beethoven, Ferruccio Busoni, Chopin und am Schluss die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt mit. In Italien genießt der 49-jährige Pianist inzwischen Wertschätzung als "Gegenstück zu Maurizio Pollini", weiß Petra Riederer-Sitte. Das Konzert wird von der Wilberz-Stiftung gefördert.

6. Meisterkonzert

Die Serie der Meisterkonzerte klingt am 11. Juni 2015 aus mit einem Gastspiel des Alliage-Quintetts aus Paris. Dazu kommt der ungarische Geigenvirtuose József Lendvay. Die anderen fünf spielen Blasinstrumente bzw. Klavier.

Am praktischsten und günstigsten ist es, die Meisterkonzerte im Sechser-Abonnement zu buchen. Die Preisgruppen bewegen sich zwischen 54 und 85,50 Euro, die Tageskassenpreise schwanken zwischen 9 und 19 Euro. Bestellung bei MGMG: Tel. 02161 25-2421.

(RP)