Kurzkritik : Sehenswerte Frauenbilder im EA71

„Big Mama“ begleitet die c/o-Künstlerin schon lange. Aber im Leben der Künstlerin spielen noch mehr Frauen eine Rolle. Die Ausstellung in Mönchengladbach-Eicken zeigt die Vielfalt.

  Die „Big Mama“ steht auf einem roten Teppich gegenüber der Eingangstür des Projektraums EA71 und fordert die Besucher auf, sich Gedanken darüber zu machen, wie eine bessere Welt aussehen könnte. Ganz aktuell: die Welt nach der Corona-Pandemie. Wer mag, darf seinen Gedanken direkt auf dem Teppich zu ihren Füßen notieren. „Big Mama“ begleitet die c/o-Künstlerin Soheyla B. Fahimi schon seit einigen Jahren. Die überlebensgroße Gipsfigur mit den ausladenden Hüften ist für die Künstlerin wie eine Ur-Frau.

Und um Frauenbilder geht es Fahimi auch in ihrer sehenswerten Ausstellung „Donna – The Feminine Art to be“, die aktuell im Projektraum EA71 an der Eickener Straße 71 zu sehen ist. Fahimi stellt die Frage nach der Bedeutung des Frau-Seins über Kulturen und Zeitepochen hinweg. „Es gibt so viele verschiedene Frauentypen auf der Welt. Ich brauche noch viele Jahre, um sie alle zu malen.“

Christliche weibliche Darstellungen hängen neben Ikonen ebenso wie zeitgenössische Porträts und einem Selbstporträt der Künstlerin. Soheyla B. Fahimis Farben sind zurückgenommen – das Gefühl der Pandemie der letzten Monate ist in den neuen Arbeiten spürbar.

„Donna – The Feminine Art to be“ ist bis zum 19. Juli samstags und sonntags von 12 bis 16 Uhr zu besichtigen.

(b-r)