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Ausstellung Hassinger in Wallstraßengalerie in Mönchengladbach

Malerei in Mönchengladbach : Zwei Schwestern – eine Ausstellung

Sybille und Antje Hassinger sind Schwestern und vertreten verschiedene Positionen. In der Wallstraßengalerie stellen sie aber gemeinsam aus.

Bei allen Unterschieden im künstlerischen Ansatz und seiner Umsetzung: die Ausstellung der Dortmunder Malerinnen Antje und Sybille Hassinger verströmt eine große Harmonie.

„Die mit den unfarbigen seriellen Bildern, das bin ich“, erklärt Antje Hassinger, 60 Jahre alt, die Objektdesign an der Hochschule Dortmund studierte. Über bis zu sieben Farbschichten baut sie ihre Ölbilder auf.

Dicht wirken die Oberflächen ihrer Gemälde, doch nicht zugemalt: sie erhalten eine gewisse transparente Leichtigkeit. Mit schwarz, weiß und grau bleiben ihre Arbeiten farblich sehr reduziert. Die ungegenständlichen Bilder spielen mit seriellen, abstrakten Zeichen und rhythmischen Mustern, einem Übereinander von unregelmäßigen Linien und dem Rasterpunkt.

In der ständigen Wiederholung der Strukturen liege eine meditative Qualität, so Hassinger, die sich auch auf den Betrachter übertrage.

In einer Reihe von Siebdrucken variiert Antje Hassinger die Möglichkeiten eines Rasterpunktes. Punkt neben Punkt hebt sich vom Untergrund ab. Jeder Punkt, gleich groß, ist von ungleichmäßigen horizontalen Linien durchzogen.

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Sie bilden Reihen, in denen immer mal wieder einer aus der Reihe tanzt – ein interessantes Spiel, das sich den Augen des Betrachters bietet.

Sybille Hassinger, 58, studierte Malerei und Grafik an der Hochschule Dortmund. Sie arbeitet mit starken Farben, taucht mal in eine blau-grüne, mal in eine rot-orange Farbwelt ein. Ihre Bilder bestehen aus Schichtungen von Farben, die nicht vollständig verdeckt werden, sondern durchscheinen.

Motivisch spielt sich eine Menge auf den Leinwänden ab: da erscheinen auf blauem Untergrund vier schwarze Kreise, die noch einmal schwarz umzeichnet werden. Vier weiße Balken scheinen das Auge durch das Bild zu leiten. Ein kleines Feld grüner Vertikalen sorgt für Spannung. Und schließlich legt sich ein Rechteck wie eine Nebelschwade so auf das Bild, dass alle vier schwarzen Punkte erfasst werden.

Seit zwei Jahren, so Sybille Hassinger, werde sie expressiver und arbeite mit der Schüttung von Lackfarben über dem mit Ölfarbe gemalten Bild. Darüber setzt sie zum Beispiel große weiße runde Flächen, die für eine Art von optischer Täuschung sorgen: ist es eine Leerstelle oder eine aufgebrachte Fläche, mag sich der Betrachter fragen.

Die Kunst der Schwestern in der Wallstraßengalerie, Wallstraße 19, ist bis zum 18. Dezember dienstags bis freitags von 10 Uhr bis 18.30 Uhr und samstags von 10 Uhr bis 16 Uhr zu besichtigen.