Mönchengladbach „Mach es“ – in der Stadtbibliothek

Mönchengladbach · Die ganze Breite von digitalen Medienangeboten können Besucher der Nacht der Bibliotheken am 15. März in der Stadtbibliothek kennenlernen.

 Bibliotheksleiterin Brigitte Behrendt und Fachbereichsleiter Guido Weyer zeigen das Plakat zur Nacht der Bibliotheken.

Bibliotheksleiterin Brigitte Behrendt und Fachbereichsleiter Guido Weyer zeigen das Plakat zur Nacht der Bibliotheken.

Foto: Bauch, Jana (jaba)

Zum vierten Mal nimmt die Stadtbibliothek teil an der landesweit ausgerufenen „Nacht der Bibliotheken“. Am Freitag, 15. März, lädt das Carl-Brandts-Haus an der Blücherstraße ab 18 Uhr bei freiem Eintritt ein, sich ein Bild der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten digital gesteuerter Medien zu machen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit unserem Angebot, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen Aktiven in der Stadt entsteht, auch das falsche Image der Bibliothek richtig stellen werden, wonach Bibliotheken ein bisschen verstaubt seien“, sagt Bibliotheksleiterin Brigitte Behrendt.

Konsumieren war gestern. Heute heißt es: selber machen! Und so setzen die beteiligten Akteure, darunter das Kulturbüro, die Initiative Gründerzeitviertel, MGconnect, die Musikschule „groove!“ oder die VHS, darauf, dass Besucher selbst aktiv werden. „Mach es!“, lautet das Motto der Nacht der Bibliotheken, an der sich in NRW 200 Institute beteiligen. Dass der Fokus der alle zwei Jahre vom Verband der NRW-Bibliotheken organisierten Nacht sich diesmal auf Gladbach konzentriert, ist vom Land gewollt: Am 15. März, 19 Uhr, wird Schirmherrin Susanne Laschet, Ehefrau des NRW-Ministerpräsidenten, die Bibliotheksnacht vor Ort eröffnen. „Das passt, Frau Laschet ist gelernte Buchhändlerin“, erläutert Fachbereichsleiter Guido Weyer.

Dass die Digitalisierung im Bildungsbereich immer wichtiger wird, wissen die Verantwortlichen in der Stadtbibliothek. „Das Online-Ausleihverfahren nimmt einen stetig wachsenden Anteil ein“, weiß Weyer. „So ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Urlauber von einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer aus Medien aus unserem Haus herunterlädt“, nennt der Fachbereichsleiter ein Beispiel. Und so verwandelt die Stadtbibliothek ihre Räume von der Garage über Kellerräume und das Foyer bis ins Obergeschoss in einen großen „Makerspace“.

Damit, erläutert Behrendt, können sich Tüftler in einer offenen Kreativwerkstatt erproben. Das Angebot des Code Club des Gymnasiums am Geroweiher (GAG) reicht von 3D-Druck über Coding bis zur Virtual Reality (VR). Letztere ist auch Spielwiese der „Weltenweber“, die zusammen mit dem Kulturbüro und weiteren jugendlichen Partnern das preisgekrönte VR-Spiel „Esc@pe - spiel mir das Museum“ im Obergeschoss arrangieren. Dabei tragen Teilnehmer spezielle Brillen und Kopfhörer.

Bereits ab 18 Uhr können Besucher an GRIDI, dem weltgrößten Midi Sequencer, ihre Fertigkeiten als DJ und Schöpfer elektronischer Musik ausprobieren. Cosplayerin Monono (Sabrina Eickhoff) führt in die Geheimnisse des Modellierens von Charakteren aus Film und Fantasygenre ein. Die Umweltinitiative Transition Town gibt Tipps, wie man Bienenhotels für Garten oder Balkon herstellen kann. Und Künstler Norbert Krause stellt seine „Radldruckmaschine“ zur Verfügung.

„Vor zwei Jahren hatten wir rund 1000 Besucher bei der Nacht der Bibliotheken“, erinnert sich Brigitte Behrendt. Auf Vierstelligkeit bei den Besucherzahlen rechnet sie für den 15. März erneut.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort