Mönchengladbach: 120.000 Euro für die Schriefersmühle

Mönchengladbach: 120.000 Euro für die Schriefersmühle

Staatsminister a.D., Harry Kurt Voigtsberger, überreichte den Bescheid an den Förderverein.

Sie steht direkt an der B 57, und täglich rauschen 17.000 Pkw an ihr vorbei. Sie vermittelt vielen ein Stück Heimat: die Schriefersmühle. Wenn man aus einem der kleinen Fenster schaut, hat man einen tollen Blick auf die Felder im Umkreis. "Das war eines der Kriterien, warum wir uns für die Schriefersmühle entschieden haben. Hier erhalten Menschen ein Stück Heimat. Ein weiterer wichtiger Punkt, ist das Ehrenamt. Alle Mitglieder des Fördervereins engagieren sich ehrenamtlich. Eines unserer Aufgaben ist es, Projekte zu fördern, die Heimat schützen", erklärt Harry Kurt Voigtsberger, Präsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, und fügt hinzu: "Wir sind hier an einem ganz besonderen Ort. Die Mühle wurde 1747 erbaut und ist eines der ältesten profanen Bauwerke der Stadt. Mühlen haben etwas, das Heimatgefühl prägt. Wenn die Menschen die Mühle klappern hörten, dann wussten sie, der Müller hat Korn. Es gibt Brot."

Auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners betont das Engagement des Vereins: "Im Namen der Stadt sage ich herzlichen Dank. Der Verein macht es auch für die Stadt." Die Schriefersmühle ist für alle Beteiligten eine Herzensangelegenheit und man merkt den Mitgliedern die Aufregung und die Aufbruchstimmung an.

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Stolz nimmt der Vorsitzende den Förderbescheid aus den Händen von Harry Kurt Voigtsberger entgegen. "Es beflügelt uns. Jetzt sind wir in der Lage, den Innenausbau und die Mühlenkappe fertig zu stellen", sagt Michael Schmitz, Vorsitzender des Vereins. Und damit nicht genug. Die Mühle soll zum kulturellen Begegnungspunkt werden.

Dazu werden außerdem eine Türe und Fenster eingebaut und in der ersten Etage eine Zwischendecke eingezogen. "Die erste Etage möchten wir als Raum für eine Dauerausstellung nutzen und der untere Bereich ist dann für kulturelle Veranstaltungen vorgesehen. In die Decke wird teilweise Glas eingelassen, damit genug Licht herein kommt", erläutert Geschäftsführer Ferdinand Schmitz. Großes Ziel des Vereins ist es, das Mühlenkreuz fertig zu stellen. "Wir möchten, dass die Schriefersmühle wieder zu einem Postkartenmotiv wird", sagt Michael Schmitz.

(eba)
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