Mönchengladbach: Kultur in Rasseln

Mönchengladbach: Kultur in Rasseln

Wie in wenigen anderen Dörfern haben die alten Bauernhäuser in Rasseln die Jahre gut überstanden. Das älteste Haus - ein Fachwerkhaus - ist im Besitz von Hans-Egon Dülks und seiner Frau Karin. Direkt gegenüber stand bis vor einigen Jahren ein ähnliches Fachwerkhaus.

Das jedoch wurde nummeriert, abgebaut und im Freilichtmuseum Grefrath wieder aufgebaut. Rasseln hat es zu internationalen Ehren gebracht, und das nicht nur wegen der etwa 30 polnischen Erntehelfer, die im Sommer die Bevölkerungszahl Rasselns um ein sattes Drittel anheben.

Landart auf dem Obsthof

Auf dem Obsthof von Gregor von Danwitz, der historische und idyllisch gelegene Wienandshof mit der Adresse Rasseln 1, hat sich die Ausstellung "Landart" etabliert, ein Kunst- und Handwerkermarkt. Der Markt wurde seit 1997 von Dieter Roth vom Heimat- und Bürgerverein Hardt organisiert, seit drei Jahren veranstaltet der Obtshof von Danwitz die Ausstellung selbst. Jedes Jahr im November in der Vorweihnachtszeit präsentieren dort etwa 40 Künstler vom ganzen Niederrhein ihre Arbeit live vor Publikum und bieten zahlreiche Werke auch zum Verkauf an.

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An zwei Tagen sind Gemälde, Holzarbeiten, Textildesign, Aquarelle, Glasbilder, Seidenmalerei, Ton- und Bronzearbeiten, Gartenkunst, Skulpturen und Plastiken, Bildhauerei, Keramik, Schmuck und mehr zu erleben. Immer wieder eine Attraktion ist der Kettensägen-Künstler Peter Röttges. Gäste kommen mittlerweile von weit her, um die Kombination aus Kunst und ländlichem Ambiente zu erleben. Im vergangenen Jahr kamen fast 5000 Besucher zu der Veranstaltung, die sich längst im Kulturkalender etabliert hat.

Und damit fangen die Probleme auch schon an: Zwar kommt diese Menschenmasse nicht gleichzeitig, aber stellen tausende Besucher an zwei Tagen für Rasseln mit seinen 90 Bewohnern schon eine enorme Aufgabe dar.

(RP)
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