Mönchengladbach Krankenhäuser für Kampf gegen multiresistente Erreger geehrt

Mönchengladbach · Die Krankenhäuser in der Euregio-Rhein-Maas-Nord gehen weiter gezielt gegen multiresistente Erreger (MRE) vor. Dem Kampf gegen MRSA, ESBL und andere antibiotika-resistente Keime haben sich auch die Mönchengladbacher Krankenhausträger gestellt. Weil sie die hohen Qualitätskriterien des EurSafety Health-Net einhalten, haben die medizinischen Einrichtungen schon 2012 das Euregionale Qualitäts- und Transparenzsiegel (Stufe 1 - MRSA Prävention) erhalten. Inzwischen erfüllen sie auch alle Anforderungen der Stufe 2 des Qualitätssiegels (MRE Prävention und Antibiotikagebrauch). Dafür wurden die Kliniken Maria Hilf, die Städtische Kliniken Mönchengladbach, das Evangelische Krankenhaus Bethesda und das Krankenhaus Neuwerk jetzt im Rathaus Abtei ausgezeichnet.

Zum "Runden Tisch MRE", der sich vor vier Jahren mit Unterstützung des Fachbereichs Gesundheit gebildet hat, gehört auch die Gemeinschaftspraxis für Gefäßmedizin in Mönchengladbach. Ihr Qualitätssiegel wurde beim Termin im Rathaus um zwei Jahre verlängert. "Mit der Erfüllung der Qualitätskriterien haben die Mönchengladbacher Krankenhäuser und die Praxis für Gefäßmedizin bewiesen, dass sie am Puls der Zeit im Hinblick infektiologischer Patientensicherheit mit an der Spitze liegen", betonte Sozial- und Gesundheitsdezernentin Dörte Schall.

Erst im März 2015 hat das Bundesgesundheitsministerium einen 10-Punkte-Plan mit dem Ziel vorgelegt, Hygiene, Qualitätssicherung und Transparenz im Bereich der Krankenhausinfektionen in den Fokus zu rücken. Im Mai 2015 hat das Bundeskabinett die Neue Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie beschlossen, die eine Weiterverbreitung von Antibiotika-Resistenzen gestoppt werden soll. Denn: Es drohen dramatische Konsequenzen, wenn Antibiotika nicht mehr wirken sollten, sind sich die Mitglieder des Runden Tischs einig.

(RP)
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