Mönchengladbach: Krank und allein zu Haus - wo gibt es Hilfe?

Mönchengladbach : Krank und allein zu Haus - wo gibt es Hilfe?

Im Notfall erstatten Krankenkassen die Kosten für eine häusliche Krankenpflege oder eine Haushaltshilfe.

Ein akuter Bandscheibenvorfall, beide Arme in Gips oder eine schwere Infektion, die dazu zwingt, das Bett zu hüten: Jeder kann aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung in die missliche Lage geraten, bei seinen alltäglichen Verrichtungen vorübergehend auf fremde Hilfe in den eigenen vier Wänden angewiesen zu sein. Gesetzlich Krankenversicherte, die nicht stationär ins Krankenhaus müssen, jedoch zu Hause niemanden haben, der ihnen bei der Körperpflege, beim Essen und im Haushalt hilft oder die Kinder versorgt, können bei ihrer Krankenkasse die Kosten für eine häusliche Krankenpflege bzw. eine Haushaltshilfe beantragen. "Ob und in welcher Höhe es Zuwendungen gibt, ist bei den Krankenkassen jedoch nicht einheitlich geregelt. Nachfragen zahlt sich in den meisten Fällen aus", erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Und nennt Beispiele: Häusliche Krankenpflege Eine bezahlte Extra-Unterstützung etwa bei der Körperpflege oder dem Gang zur Toilette können gesetzlich Versicherte von ihrer Krankenkasse erhalten, wenn es die ärztliche Behandlung erfordert. Häusliche Krankenpflege wird jedoch nur bewilligt, wenn niemand daheim die Pflege eines Betroffenen übernehmen kann und ein Arzt die Notwendigkeit der zusätzlichen Hilfe bescheinigt. Hierbei muss allerdings immer etwas zugezahlt werden. Viele Krankenkassen zahlen maximal zwischen zwei Wochen oder bis zu einem halben Jahr für die tägliche Grundpflege. Einige richten ihre Leistungsbereitschaft exakt an der Dauer der medizinisch notwendigen Behandlungspflege aus. Die meisten Kassen zahlen höchstens für eine Stunde ambulante Grundpflege am Tag. Ein geringer Teil übernimmt auch zwei Stunden. Haushaltshilfe regulär bei Familien mit Kind Sind Kinder unter zwölf Jahren zu versorgen und geht es in erster Linie um Einkaufen, Kochen und Putzen, können Familien eine Haushaltshilfe beantragen. Eine gute Fee bekommen sie regulär bewilligt, wenn ein Elternteil zu Hause wegen eines Klinikaufenthalts ausfällt und das andere die Kinder aus beruflichen Gründen nicht versorgen kann. Die meisten Krankenkassen wenden die Kosten jedoch auch auf, wenn Mutter oder Vater krank im Bett liegen. Einige Kassen leisten die Hilfe bis zu einem Kindesalter von 14, wenige bis zu 16 Jahren.

Ansprechpartner mit Schwerpunkt "Rechtsberatung im Gesundheitswesen" sind im Internet unter www.vz-nrw.de/gesundheitsberatung zu finden. Weitere Informationen zum Selbststudium: www.vz-nrw.de/wahltarife.

(ri)
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