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Kommunalwahl in Mönchengladbach: Habeck veruteilt falsche Todesanzeige für Wolkowski

Kommunalwahl 2020 in Mönchengladbach : Robert Habeck fordert mehr Geld für junge Schüler

Prominenten Besuch haben die Grünen am Freitag vor dem Minto empfangen. Robert Habeck, Co-Bundesvorsitzender der Grünen, stellte sich Fragen der Zuschauer auf dem gut besuchten Sonnenhausplatz.

Wer war gekommen? Auf dem Podium standen neben Habeck auch Lena Zingsheim, Spitzenkandidatin der Grünen für Mönchengladbach und OB-Kandidat Boris Wolkowski.

Was war der Anlass? Die Grünen hatten zur Diskussion mit den Bürgern geladen.

Wichtigste politische Forderung? „Ich glaube, dass man Schule im 21. Jahrhundert komplett neu denken muss“, erklärte Zingsheim. Sie forderte bessere Verknüpfungen etwa mit dem Jugendamt und mehr Sozialarbeiter. Habeck betonte, inzwischen habe er den Sinn des Bildungsföderalismus verstanden und befürworte ihn. Allerdings müsse der Bund die Länder finanziell bei Bildungsangelegenheiten unterstützen dürfen. „Schulen sollten nur einen Ort haben, an dem Kinder gern sitzen bleiben. Und das ist die Toilette“, so Habeck. Er forderte, mehr zu investieren. „Wir müssen da, wo die Kinder noch klein sind, die Ausgaben verdoppeln.“ Neu denken will Habeck auch anderes. „Verkehr sollte verbinden, nicht zerteilen. Tut er das, muss man die Stadt vom Menschen neu denken und die kommunale Planung ändern.“

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Wichtigster Satz über Mönchengladbach? „Ich bin in der Stadt meines Lieblingsvereins, seit ich ein kleiner Junge bin“, sagte Habeck. Kurz darauf wird er ernst und verurteilt die falsche Todesanzeige, die Unbekannte für Wolkowski erstellt hatten. „Da ist eine Grenze überschritten worden in Zeiten, in denen politische Morde geschehen. Umso schöner, dass wir trotzdem hier sind und das Zeichen setzen: Wir lassen uns nicht entmutigen.“