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Mönchengladbach: Klinikmitarbeiter werden für den Notfall geschult

Mönchengladbach : Klinikmitarbeiter werden für den Notfall geschult

Elisabeth-Krankenhaus startet Reanimationskonzept.

Jeder Mensch kann plötzlich in eine lebensbedrohende Situation kommen. Statt Maßnahmen zu ergreifen, beobachten potenzielle Ersthelfer oft nur schockiert das Geschehen. Wer hingegen einen Herzstillstand erleidet, für den zählt jede Minute. Um den ersten Schockmoment nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, bietet das Elisabeth-Krankenhaus in Rheydt allen seinen Mitarbeitern ab sofort Schulungen in Notfallmanagement an.

"Ob im privaten Bereich oder in der Klinik - in Notfallsituationen kommt den Mitarbeitern eine besondere Rolle und auch Verantwortung zu", sagt Oberarzt Dr. Marc Deußen. Denn lebensbedrohliche Situationen passieren nicht nur im OP oder im Krankenzimmer. Wer im Verwaltungsgebäude oder in der Kantine kollabiert, der braucht ebenso schnell Hilfe wie ein Patient, der gerade von Fachpersonal untersucht wird.

Doch was ist, wenn der Verwaltungsangestellte aus Unwissenheit oder wegen eines Schockzustandes nicht in der Lage ist, adäquate Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten? Diesem Szenario möchten Marc Deußen und sein Team mit dem Projekt Notfallmanagement entgegenwirken. "Das Konzept der Schulungen ist zwar immer gleich, es wird nur zwischen den Berufsgruppen nuanciert", erläutert Deußen das Konzept. So wird beispielsweise der Verwaltungs- und Versorgungsdienst in Laienreanimation geschult, der Pflege- und Funktionsdienst in Basisreanimation und der ärztliche Dienst in erweiterten Reanimationsmaßnahmen.

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"Notfallsituationen in Kliniken müssen vom Scheitel bis zur Sohle beherrscht werden", erläutert Deußen das Ziel der Schulungen, die einen theoretischen und einen praktischen Teil enthalten. Den Mitarbeitern im ärztlichen Bereich können die praktischen Übungen helfen, ihre eigene Arbeit zu überprüfen. Obwohl eine Herzmassage in der Regel nicht zum täglichen Arbeitsablauf eines Internisten gehört, muss jeder Handgriff im Ernstfall sitzen. So zeigt der eingesetzte Simulator beispielsweise an, ob der angewandte Druck zu schwach oder zu stark ist. Für den Patienten kann dies mehr als lebensrettend sein. "Die Qualität einer Reanimation sagt entscheidend etwas über die Prognose aus", betont Dr. Deußen.

(nix)