Mönchengladbach: Kletterkirche ist fast fertig

Mönchengladbach: Kletterkirche ist fast fertig

Mit etwas Verspätung wird die Kletterkirche an der Nicodemstraße am 10. April eröffnet. Das Interesse ist groß. Schon jetzt haben sich etliche Sportler angemeldet. Auch Schulklassen planen himmelstürmende Aktionen.

Simone Laube und Klaus Fasbender sind total im Stress. In der ehemaligen Pfarrkirche St. Peter an der Nicodemstraße geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand. "Wir sind zeitlich etwas in Verzug, deshalb passiert hier im Moment alles gleichzeitig”, sagt Simone Laube.

Sie und ihre Geschäftspartner haben einen festen Termin im Blick ­ den 10. April. An diesem Samstag nämlich soll die Kletterkirche eröffnet werden. "Unsere Gäste werden staunen”, ist sich die Investorin sicher. Und die Klettersportler der Region können sich freuen. "Diese Kletterkirche ist etwas ganz besonderes, so etwas gibt es weit und breit nicht noch einmal.”

Als Anfang 2009 in Waldhausen bekannt wurde, dass das bereits seit zwei Jahren leerstehende markante Gotteshaus in ganz neuer Form wieder eröffnet werden sollte, herrschte zunächst große Skepsis im Stadtteil. Die Trauer über den Verlust der Pfarrkirche und der gemeindlichen Eigenständigkeit war längst noch nicht bewältigt. "Die Angst vor dem Neuen hat sich aber inzwischen gelegt”, sagt Simone Laube.

Inzwischen kämen fast täglich Bürger auf die Baustelle, um sich einfach mal anzusehen, was "diese jungen Leute da eigentlich machen”. Und der Terminkalender des Kletterkirchen-Teams füllt sich jetzt schon. "Es haben sich schon etliche Kletterfreunde und ganze Schulklassen bei uns angemeldet”, sagt Simone Laube.

Das Interesse an dem Projekt ist beständig gewachsen. Die Kletterhalle wird mit Wandhöhen bis zu 13 Metern für sportbegeisterte Menschen eine echte Herausforderung sein. Aber auch für Anfänger wird es wunderbare Möglichkeiten geben, in den Klettersport einzusteigen. Und der Erlebnisbereich für Kinder wird mit seinen Höhlengängen, Geheimtüren und Abseilpunkten beste Unterhaltung garantieren. Sogar eine therapeutische Boulderwand wird zur Verfügung stehen.

Simone Laube und Klaus Fasbender sind vertragliche Verpflichtungen eingegangen. Für zehn Jahre haben sie das Gebäude vom Kirchenvorstand gemietet. Die Mietzahlungen, die die beiden jungen Unternehmer leisten, müssen die Unterhaltung des Kirchengebäudes decken, und der Kirchenvorstand bildet daraus Rücklagen für eventuelle Reparaturen.

Seit einem Jahr sind Laube und Fasbender mit der Umsetzung ihrer Idee beschäftigt. Die Hektik steigt jetzt so kurz vor der Eröffnung der Kletterkirche. Das mindert nicht die Begeisterung der beiden. "Es entsteht etwas Großartiges mitten in Waldhausen”, sagt Simone Laube. Die Kletterkirche wird, davon ist sie überzeugt, nicht nur die Sportler auch von weither locken. "Ich glaube, die Bürger, die hier in der Nachbarschaft leben, werden ziemlich staunen, wenn sie sehen, was wir in der Kirche gemacht haben.”

(RP)