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Mönchengladbach: Kinderschänder Karl D. bleibt in Randerath

Mönchengladbach : Kinderschänder Karl D. bleibt in Randerath

Er gilt laut Gutachter immer noch als gefährlich. Jetzt wurden Pläne bekannt, dass der mehrfach vorbestrafte Sexualstraftäter Karl D, der seit März vorigen Jahres bei seinem Bruder in Randerath im Kreis Heinsberg lebt, nach Mönchengladbach umziehen will.

Den genauen Termin kenne man nicht, "aber wenn es so weit ist, dann sind wir darauf vorbereitet", erklärte Polizeisprecher Peter Spiertz Dienstag. Kurz nachdem die Umzugspläne in der Stadt bekannt wurden, hat es sich Karl D. offenbar anders überlegt. "Nach dem Kontakt mit der Familie muss man davon ausgehen, dass er doch nicht umzieht", teilte der Heinsberger Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken Dienstagmittag mit.

Der 59-jährige Karl D. hat bei zwei Taten insgesamt drei Mädchen vergewaltigt und gequält. Dafür musste er zwei Jahrzehnte ins Gefängnis. Im Februar vergangenen Jahres wurde er entlassen, obwohl Gutachten eine hohe Rückfallwahrscheinlichkeit bescheinigten. Das zuständige Landgericht in München hatte keine nachträgliche Sicherungsverwahrung angeordnet, weil dazu seiner Ansicht nach die gesetzlichen Grundlagen fehlten.

Gegen diese Entscheidung hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Aber auch der Bundesgerichtshof lehnte die nachträgliche Sicherungsverwahrung ab. Hunderte Demonstranten protestierten anfangs gegen die Freilassung des früheren Straftäters in Randerath. Mit ähnlichen Reaktionen aus der Bevölkerung rechnet auch die Gladbacher Polizei im Fall eines Umzugs.

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Auch in Mönchengladbach würde der verurteilte Kinderschänder rund um die Uhr bewacht werden. "Das erwartet auch die Bevölkerung von uns", so Spiertz. Und sein Kollege Jürgen Lützen fügt an: "Wir wissen ja noch nicht, wie er sich tatsächlich entscheidet."

(RP)