Mönchengladbach: Kfz-Stelle schließt wegen unerträglichen Gestanks

Mönchengladbach : Kfz-Stelle schließt wegen unerträglichen Gestanks

Auch einen Tag nach dem Buttersäure-Anschlag ist die Luft noch nicht rein. Fünf Mitarbeitern in der Kfz-Stelle in Mönchengladbach wurde schlecht.

Es ging wohl doch nicht so, wie man sich das vorgestellt hatte: Am Tag nach dem Buttersäure-Anschlag in der Zulassungs- und Führerscheinstelle an der Rheinstraße sollte dort eigentlich die Arbeit wieder normal laufen. Pünktlich um 10 Uhr wurde auch der Seiteneingang für die Kunden geöffnet. Doch um 15.30 Uhr, dreieinhalb Stunden vor dem normalen Arbeitsende, war Schluss. Fünf von neun städtischen Mitarbeitern hatten sich bis dahin schon wegen starker Übelkeit verabschiedet, 15 Kunden waren aus dem gleichen Grund vorzeitig aus der Servicestelle gelaufen.

Der üble und beißende Geruch der Buttersäure, die von einem Unbekannten im Bereich des Haupteinganges verschüttet wurde, war trotz mehrfacher Belüftung durch die Feuerwehr und trotz intensiver Reinigung sowie Neutralisierungsversuchen durch Spezialmittel immer noch da. Zudem mussten Mitarbeiter und Kunden auch noch völlig beengte Verhältnisse hinnehmen. Dadurch, dass der Haupteingang, in dessen unmittelbarer Nähe sich auch die Wartezone befindet, für den Publikumsverkehr gesperrt war, drängelte sich alles im Servicebereich. Keine angenehme Situation - und wenn es dann noch unerträglich stinkt...

Am Mittwoch war die Buttersäure an zwei Stellen im Eingangsbereich der Zulassungsstelle ausgeschüttet worden. Die Polizei sucht noch nach dem Schuldigen und bittet um Zeugenhinweise unter 02161 290. Sie ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung.

Die Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle werden auch heute noch geschlossen bleiben. Die Bußgeldstelle ist nicht davon betroffen. Sie befindet sich im ersten Stock des Gebäudes. "Der Eingangsbereich soll jetzt noch einmal intensiv gereinigt werden", so ein Stadtsprecher.

(RP)