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Mönchengladbach: Keine Radstation am Gladbacher Bahnhof

Mönchengladbach : Keine Radstation am Gladbacher Bahnhof

Die Pläne waren bereits im vergangenen Sommer vorgestellt worden, doch nun droht das Aus für die am Gladbacher Hauptbahnhof geplante Radstation. Zumindest für dieses Jahr. Denn nach dem neuen Förderprogramm, das vom Regionalrat Düsseldorf beschlossen wurde, wird das Projekt nicht vom Land NRW finanziell gefördert.

Die Radstation mit 666 Stellplätzen für Fahrräder soll 1,15 Millionen Euro kosten. 750 000 Euro sollten vom Land NRW kommen, 400000 Euro sollten aus eigenen Mitteln mit einfließen.

Die Gladbacher Ratsherren Hans Wilhelm Reiners und Michael Schroeren (CDU) kritisierten das Vorgehen. "Wenn man die Menschen dazu bewegen will, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen dann brauchen wir auch Angebote wie eine Radstation", meint Reiners. Die Landesregierung spare am falschen Ende. Von der Stadtverwaltung habe er sich noch einmal bestätigen lassen: Das Projekt sei angemeldet gewesen, und es habe auch zunächst so ausgesehen, als ob es den Zuschlag für die Förderung aus Landesmitteln erhalten würde.

Gelassener sieht Winfried Kroll, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Nord, die Lage: "Zwar hatten wir schon fest mit der Förderung gerechnet, aber es kann ja im nächsten Jahr klappen." Man werde nun auch noch ein Jahr ohne die Radstation auskommen können.

Reiners hält es für besonders wichtig, "die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Verkehrsarten gut auszubauen". Die Radstation am Rheydter Bahnhof funktioniere sehr gut. "Die Nachfrage dort ist hoch, die Station könnte auch nach Meinung des Diakonischen Werkes noch erweitert werden", meint der Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Rat.

(vpa)