Mönchengladbach: Keine Einigung beim Stadtkasse-Portal

Mönchengladbach : Keine Einigung beim Stadtkasse-Portal

Erst in der nächsten Sitzung will die Bezirksvertretung Süd darüber entscheiden, was mit dem Stadtkasse-Portal geschieht. Eines machten die Bezirkspolitiker allerdings bereits bei ihrer gestrigen Sitzung deutlich: Selbst wenn sie am Ende zu der Entscheidung kämen, den ehemaligen Eingang der Stadtkasse abzubauen, würde er in unmittelbarer Nähe zum Rathaus wieder aufgebaut. Keine Mehrheit bekam die CDU am Mittwoch mit ihrem Antrag, das Portal auf jeden Fall am jetzigen Standort zu belassen.

Das hat, so stellte es Technischer Beigeordneter Andreas Wurff dar und seinen Argumenten folgte die Mehrheit, mehrere Gründe. Der Entwurf, nach dem der Marktplatz umgebaut wird, ist in dieser Form nicht nur in der Bezirksvertretung Süd und im Rat beschlossen worden, sondern war Grundlage für die Zuschüsse, die Land, Bund und EU geben. Ohne deren Einwilligung könne der Entwurf nicht verändert werden. Es sei nicht auszuschließen, dass dann Zuschüsse nicht wie vereinbart fließen, so Wurff. Immerhin kommen 80 Prozent der Umbaukosten aus Fördertöpfen.

Ferner sei nicht klar, wie die Berliner Platzplaner diese Absicht bewerteten. Sie hätten ein Urheberrecht und müssten gefragt werden. Auch aus statischen Gründen könnte es erforderlich werden, das Portal am jetzigen Standort zu entfernen. Dies müsse geprüft werden. Wurff sicherte zu, diese Probleme schnellstmöglich zu klären.

Obwohl der Platz bis Ende 2013 umgebaut sein muss — dies war Bedingung für die finanzielle Förderung —, gibt es noch ausreichend Zeit, sich intensiv mit dem Portal-Standort zu beschäftigen, so der Technische Beigeordnete. Der jetzige Zeitplan sieht vor, es erst Frühjahr nächsten Jahres zu entfernen. Zwei mögliche neue Standorte liegen auf der Marktstraße: Es könnte wieder als Eingang ins Rathaus genutzt oder an der Stadtsparkasse aufgebaut werden.

(RP/rl)