Streit in Mönchengladbach: Karnevalisten wollen keine Strandbar im Geropark

Streit in Mönchengladbach : Karnevalisten wollen keine Strandbar im Geropark

Der MKV finanziert mit dem Verkauf von Tribünenplätzen und Zelt-Catering den Veilchendienstagszug in Mönchengladbach. Dies wäre gefährdet, wenn die Standbar "Gladbacher Doc" von der Bleichwiese an den Geropark ziehen würde. Der Verein ist deshalb dagegen.

Einer Verlagerung der Strandbar von der Bleichwiese auf den noch neu zu gestaltenden Parkplatz im Geropark erteilt Gladbachs Karnevalschef Bernd Gothe eine Abfuhr. "Bis Anfang 2015 ist das gar nicht möglich. Und auch danach ist es problematisch. Wo sollen wir dann die Tribünen und das Zelt für den Veilchendienstagszug aufstellen? Mit uns hat darüber noch keiner geredet", sagt der Vorsitzende des Mönchengladbacher Karnevalsverbandes (MKV). Es gebe bereits feste Vereinbarungen mit den Verleihern von Tribünen und Zelt, betont Gothe: "Wir brauchen sie, um den Veilchendienstagszug überhaupt finanzieren zu können."

Der Versuchsballon in diesem Jahr sei überaus erfolgreich gewesen. Der MKV ließ vier überdachte Tribünen aufstellen, die Stadt einen Zuschauerrang. Die Plätze wurden verkauft: Der günstigste kostete fünf Euro, der teuerste 38 Euro - für diesen Preis gab's dann auch eine Bewirtung im Zelt. Diese Einnahmequelle ist für den MKV wichtig, um die Kosten für den immer teurer werdenden Veilchendienstagszug zu stemmen. Der Verkauf der Tribünenplätze und das Catering-Angebot waren in diesem Jahr so gut, dass der MKV diese Finanzierungsmöglichkeiten behalten will.

"Es kann nicht sein, dass hier schon von anderer Seite Nägel mit Köpfen gemacht werden, und wir Karnevalisten nicht einmal mit am Tisch sitzen", sagt der MKV-Boss. Auch wenn der Parkplatz einer Grünanlage weichen sollte, sei dies zu berücksichtigen. Gothe: "Und wenn es dann ganz andere Pläne gibt, muss man sich auch mit uns unterhalten. Denn diese Einnahmequelle ist für uns bedeutsam."

(RP)