Mönchengladbach: KG Wenkbülle feiert die erste Seemöwe-Sitzung in der Red Box

Karneval in Mönchengladbach : KG Wenkbülle lässt die Seemöwen steigen

Mit der ersten Seemöwe-Sitzung bekamen die „Seelöwen“ der Gesellschaft eine Zwillingsveranstaltung. 800 Jecke feierten den Neuling in der Red Box auf kölsche Art. Prinz Dirk I. wirkte zeitweise im Elferrat mit.

Ein junges Eigengewächs noch ist die Tanzgarde der KG Wenkbülle. An ihr war es, nach Einzug von Präsident und Elferrat die erste Seemöwe-Sitzung im quirligen Auftritt einzuläuten. Der gewählte Höhner-Song „Jetzt geht’s los“ gab den passenden Drive für den Neustart vor. „Vier Minuten, 15 Sekunden.  Kurz, knackig, gut“, lobte Sitzungspräsident Michael Körffer stichwortartig und gab das Kommando für den ersten Schlachtruf „Emmer Wenk“.

Etwa 800 bunt kostümierte Jecken, unter ihnen ein Großaufgebot lokaler Prominenz, waren in die Red Box am Sparkassenpark gekommen, um die Premiere des Debütanten mitzuerleben. Literat Körffer versprach, dass die „Seemöwe“ in nichts der stets ausgebuchten Seelöwen-Sitzung nachstehen werde. Damit gab er den Startschuss für erstmals fünf Veranstaltungen der KG mit mehr als 22 Stunden Programm.

Die rund 800 Gäste in der Red Box waren vielfältig kostümiert, darunter waren auch diese Pantomimen. Foto: Ilgner Detlef (ilg)

Teil Eins im närrischen Quintett lief ab wie am Schnürchen. Kaum hatte sich die vereinseigene Tanzgarde verabschiedet, zog das Prinzenpaar mit großem Gefolge und den beiden Garden ein. „Das ist ein tolles Bild von hier oben. Bei euch sind immer die schönsten Kostüme. Wir werden bleiben und uns die Sitzung bis zum Ende ansehen“, sagte Prinzessin Niersia Martina begeistert. Glückwünsche für die Einführung der neuen Veranstaltungsreihe kamen von Prinz Dirk I. „Es ist toll, dass bei euch fast alle Sitzungen mit ,See’ anfangen“, kommentierte seine Tollität den Namen der neeuen Sitzung sowie die Umwidmung der Damen- und Herrensitzung in Seenixen- und Seebären-Sitzung.MKV-Chef Gert Kartheuser zollte höchstes Lob für den Mut der Wenkbüller: „Ihr macht Topveranstaltungen, und dass ihr jetzt noch einen draufsetzt, ist schon großartig.“

Danach beherrschten bekannte Größen des Kölner Karnevals das Bühnengeschehen. „Wir haben es geschafft, durch Eis, Schnee und Sturm hierher zu kommen“, rief der Sänger der Mundartband Paveier den Narren zu. Bei Hits wie „Leev Marie“ mochte keiner auf seinem Stuhl sitzen bleiben. Für die Kunst, den Funken für ein „30 Minuten lang stehendes und singendes Publikum“ gezündet zu haben, gab Körffer das Signal für den Sonderapplaus mit charakteristischem Möwen- und Seelöwenruf. Die Kondition des Publikums war offenbar bestens, denn auch zur Musik der „Klüngelköpp“ zeigte es vollen Einsatz. Per Videoeinspielung grüßte Bauchredner Klaus mit Affe Willi mit kräftigem „Halt Pohl“, um gleich darauf live mit flotten Sprüchen für Lacher zu sorgen. In gesungenen Visionen für 2040 prophezeite Martin Schopps den Gladbachern einen ersten Titel in der Champions League. Die freuten sich, unbeeindruckt vom ironischen Unterton.

So eine Premierensitzung muss man im Video festhalten. Foto: Ilgner Detlef (ilg)

Einer guten Tradition folgend wurde für soziale Projekte gesammelt. Dafür verließ der Sitzungspräsident den Elferrat, um ebenfalls mit Sammelbüchse an den Tischreihen vorbei zu ziehen. Für seine Vakanz hatte er mit Prinz Dirk noblen Ersatz gefunden. Zur Ansage der temperamentvollen Tanzkorps „De Hoppemötzjer“ stand Körffer wieder parat.

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