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Mönchengladbach: Damensitzung in Lürrip ist ein voller Erfolg

Herren dürfen nur zur Party am Abend : Damen setzen Standards in Lürrip

350 Karnevalistinnen kamen am Samstagnachmittag zur Damensitzung. Dabei bewiesen sie erneut, wie gut sie feiern können. Die Männer stießen erst viel später dazu.

Matthias Ebus ist nicht nur allgemein ein großer Karnevalsfan, der Pressewart der Großen Karnevalsgesellschaft Roer Möt ist vor allem auch begeistert von den Damen der eigenen Karnevalsgesellschaft. „Sie sind wirklich nicht zu übertreffen. Um zu sehen, was das Tolle am Karneval hier ist, muss man ihnen nur ein paar Minuten zuschauen“, sagte Ebus und füghte hinzu: „Würden wir sie lassen, würden sie vermutlich auf den Tischen tanzen. Bei der Damensitzung wird es immer wieder deutlich – Frauen können einfach besser feiern als Männer.“

Die Mehrzweckhalle in Lürrip war am Samstagnachmittag ausgebucht. 350 jecke Frauen kamen zur Damensitzung, um gemeinsam zu feiern und zu tanzen. Eröffnet wurde die Sitzung von der Garde der Gesellschaft, bevor dann andere Acts wie Real Safri oder Tim Berger die Bühne betraten. Ab 20.20 Uhr durften dann auch die Männer in die Halle kommen und zu House Musik feiern – passend zur Aftershow-Party. „Die geht auch gut und gerne mal bis drei Uhr nachts, es wird gefeiert, bis die Letzten nach Hause gehen“, sagte Ebus.

Auf der Damensitzung stand der Spaß definitiv im Vordergrund. Für Ebus bedeutet Karneval aber mehr, zum Beispiel, sich für die Kinder einzusetzen. Das macht der Verein, indem er die Kindersitzung aufrechterhält. „Für Kinder gibt es in Lürrip einfach zu wenig, der Karneval ist da doch eine gute Gelegenheit, etwas für sie zu tun“, sagte Ebus. Außerdem tritt die Garde des Vereins beim Schulkarneval auf, und in den Pausen der Sitzung wird Geld für die Paul-Moor-Schule gesammelt, an der geistig und körperlich behinderte Kinder unterrichtet werden. Die Spenden werden am Altweiberdonnerstag übergeben, und auch ein kleines Bühnenprogramm wird es für die Schüler geben.

„Bei allem was wir hier tun, versuchen wir das Dorf und die Bewohner bestmöglich miteinzubeziehen, indem wir beispielsweise lokale Gaststätten besuchen und versuchen, möglichst viele Menschen mitzunehmen“, sagte Ebus. „Wenn man mich fragt, was mir am Karneval gefällt, sage ich ‚Alles‘. Ohne Karneval kann ich mir das Jahr gar nicht vorstellen, da fehlt doch etwas. Es ist zwar oft stressig, aber der Spaß und die Gemeinschaft machen das Ganze wieder wett.“