Karneval in Mönchengladbach: Die Sinfonie in Dur und Doll der Marienschule

Bischöfliche Marienschule : Die jecke Sinfonie in Dur und Doll

Die Chöre und Ensembles der Bischöflichen Marienschule boten eine Mischung aus Pop, Oper, Karneval und Kinderliedern. Das Forum der Schule war derart ausverkauft, dass nicht alle Besucher einen Sitzplatz bekamen.

Als Thea Dahmen das Forum der Bischöflichen Marienschule betrat, hörte sie immer wieder nur die eine Frage: „Hast Du nicht gestern noch im Rollstuhl gesessen?“ Hat sie. Aber nicht, weil sie eine Verletzung hatte, sondern weil es ein Experiment für eine Projektwoche war. Irgendwann war Theas Rollstuhlfahrt der Running Gag des Abends. Die Kommandantin der Kinderprinzengarde begleitete das Kinderprinzenpaar zur Sinfonie in Dur und Doll. Genau wie Kinderprinz Lukas II. geht sie dort zur Schule. Die beiden hatten also ein absolutes Heimspiel in der Marienschule. Das Karnevalskonzert, bei dem die Chöre und Ensembles des Gymnasiums karnevalistisch verkleidet auf der Bühne stehen, hat große Tradition. Gespielt werden aber nicht nur Lieder, die man ohnehin bei jeder närrischen Sitzung hört. Gleich zum Auftakt gab es mit „Biene Maja“ einen echten Hingucker. Die Lehrer tanzten in Bienenkostümen durch das Forum und brachten nicht nur das Kinderprinzenpaar mit, sondern auch das große Prinzenpaar. Die Brass Band spielte „Samba de Janeiro“ und „7 Nation Army“, das jedem Fußballfan aus den großen Stadien bekannt ist. Beim Lied „Dynamite“ sangen Kommandantin Thea und Adjutant Yannick Schulz kräftig mit. Das Vororchester intonierte mit dem Radetzky Marsch einen echten Klassiker. Das Publikum klatschte an den richtigen Stellen mit. Seit einigen Jahren wird der Gesang an der Marienschule besonders gefördert. Wohin das führt, zeigten die Gesangsklasse 5a und 7a bei „Heidewitzka“. Da sangen alle Konzertbesucher mit. Die Sinfonie in Dur und Doll war so ausverkauft, dass nicht alle Besucher einen Sitzplatz bekamen. Viele Schüler standen auf dem Rundgang über dem Forum. Mit „Stääne“, dem Klassiker der Klüngelköpp, ebnete der Schulchor den Prinzenpaaren den Weg. „Ich freue mich, in meiner Schule auftreten zu dürfen“, rief Kinderprinz Lukas II. seinen Mitschülern zu und erntete großen Jubel. Moderator Wolfgang Wollenweber verriet, dass er ein leidenschaftlicher Sammler von Orden sei. „Sie hängen bei mir in der Kellerbar“, sagte er. Als das Kinderprinzenpaar sein Lied sang, machte das Publikum spontan bei der inzwischen Kult gewordenen Choregrafie mit. Bei so vielen Besuchern sah das richtig gut aus. „Ich war als Adjutant ja schon oft hier. Das Konzert ist einmalig. Ich finde es unglaublich, was die Schüler leisten“, sagte Prinz Dirk I. Niersia Martina verriet, dass sie Gänsehaut gehabt habe, als sie die Schüler spielen hörte. Noch mehr Lob fand MKV-Boss Gert Kartheuser: „Man merkt, dass die Kinder mit Herz und Freude bei der Sache sind.“ Das Sinfonieorchester der Bischöflichen Marienschule spielte unter anderem „Les Toreadors“ aus der Oper Carmen. Höhepunkt des Konzertes war traditionell die Big Band der Marienschule. Nach der „Party Rock Anthem“ spielte die Formation ein Abba-Medley, bei dem viele Besucher auf ihren Stühlen im Takt mit wippten. Zum Abschluss wurde es noch einmal jeck bei einem Medley der Bläck Fööss, das beim Stück „Bye, bye my Love“ gleichzeitig als Ausmarsch für Prinz Dirk I. und Niersia Martina diente.

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