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Mönchengladbach: Kaiserbad als Kunst-Therme

Mönchengladbach : Kaiserbad als Kunst-Therme

Das ehemalige Kaiserbad am Berlinder Platz wird wieder Raum für Kunst. Das türkisfarbene Becken, das seit 2006 kein Wasser mehr gesehen hat, ist der in Düsseldorf arbeitenden Gladbacher Künstlerin Daniela Schmitz ins Auge gesprungen und ans Herz gedrungen. Hier wird sie am 4. November eine Ausstellung eröffnen, die den sinnigen Titel "Kaiserbad" trägt.

"Wir werden das Becken völlig umdeuten, weg vom Schwimmen, hin zum begehbaren Kunstraum", sagt Daniela Schmitz, stehend zwischen herangeschafften ersten Baumaterialien. Weitere sechs Künstler/innen hat sie eingeladen, diesen üppig türkisen Raum mit der rasant in die Tiefe abfallenden Schräge ("Wassertiefe 4,95" steht am Beckenrand) und der morbiden Fensterseite, durch die der Wilde Wein hereinwuchert, zu bespielen.

Vieles hat die junge Malerin erst noch im Kopf, um den im einfallenden Sonnenlicht goldrotblonde Locken glühen. Die Gruppe plant, Module in Form des imaginären Grundrisses einer römisch-antiken Therme auf dem Beckenboden anzuordnen. Schmitz wird ihre Malerei in Anlehnung an römische Fresken am Beckenrand präsentieren. Die Künstler wollen auch mit der Möglichkeit spielen, das Becken aus der Draufsicht von der Tribüne aus zu betrachten.

Eine Treppe wird die Fläche unter dem ehemaligen Sprungturm auch für Nichtschwimmer erschließen. Inzwischen ist ein Hauptsponsor gefunden, der die aufwändigen Trockenbauarbeiten unterstützt. Und auch eine Reihe kleinerer Sponsoren ist nun mit im Boot. Anfang Oktober bereits soll es im Kaiserbad mehr zu sehen geben als nur das kleine Modell, das zurzeit noch etwas verloren im türkisfarbenen Becken-Original steht, verspricht Daniela Schmitz.

(ark)