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Mönchengladbach: Jury findet zwei geeignete Standorte für den Alufanten

Mönchengladbach : Jury findet zwei geeignete Standorte für den Alufanten

Der Harmonieplatz oder die Brache am Mittleren Ring könnte das neue Zuhause für das Kunstwerk werden.

Die Rheydter haben nach geeigneten Standorten gesucht, einer startete gar eine Postkartenaktion. Letztlich beauftragte die Bezirksvertretung Süd eine Jury mit der Aufgabe, einen neuen Standort für den Alufanten zu finden. Die Skulptur von Gerhard Wind, die eigentlich den Namen "Figuration" trägt, musste vom Rheydter Marktplatz weichen, bevor dieser zur großen Baustelle wurde. Seitdem liegt das Kunstwerk in Einzelteilen in einem Lager.

Baudezernent Andreas Wurff, Museumsleiterin Susanne Titz und der Künstler Vaago Weiland wurden in die Jury berufen. Sie machten sich daran, die vielen Vorschläge aus der Bevölkerung zu sichten. Sechs Ideen wurden weiter verfolgt, zwei mögliche Standorte blieben zum Schluss übrig: der Harmonieplatz und die Brache am Mittleren Ring schräg gegenüber dem Einrichtungshaus Tellmann.

"Wir haben uns die Plätze konkret angesehen", sagt Vaago Weiland. "Wir mussten ein Gefühl entwickeln für den Ort, die Dimensionen und die Umgebung." Der Platz vor dem Theater an der Odenkirchener Straße wurde verworfen, ebenso der Bahnhofsvorplatz und eine Fläche an der Gracht. "An diesen Stellen gab es zu viele Unwägbarkeiten", sagt Weiland.

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Er selbst präferiert den Harmonieplatz. "Da wurden alle Spielgeräte entfernt, als der Wochenmarkt umziehen musste — auch wegen der Baumaßnahme im Rheydter Zentrum. Ich fände es toll, wenn der Alufant in genau der gleichen Ausrichtung dort aufgestellt würde, wie er auf dem Marktplatz stand", sagt der Künstler. Dann würde es fast so aussehen, als sei das Kunstwerk mit einem Riesenkran einfach mal eben vom Marktplatz über die Häuser auf den Harmonieplatz gehoben worden. "Dieser Platz bietet die einmalige Chance, das Kunstwerk ganz bald nach der Fertigstellung des Marktplatzes wieder errichten zu können." Das soll Ende des Jahres der Fall sein.

Auf der Brache zwischen Friedrich-Ebert-Straße und dem Mittleren Ring sieht die Sache etwas anders aus. Da wollten die städtische Entwicklungsgesellschaft und die Kreisbau die verbliebenen Häuser abreißen und ein quirliges Quartier für Studenten errichten. Die Pläne werden allerdings noch überarbeitet. Darin sieht Weiland eine große Schwierigkeit. "Womöglich zieht sich die ganze Planung über Jahre hin, dann ist der Alufant möglicherweise schon in Vergessenheit geraten."

Am Mittwoch, 30. Januar, wird sich die Bezirksvertretung Süd mit dem Alufanten befassen. Das sollte eigentlich schon in der letzten Sitzung geschehen sein. Damals wurde der Tagesordnungspunkt abgesetzt. "Ich weiß bis heute nicht warum", sagt dazu Vaago Weiland. Er hatte sich eigens ins Rheydter Rathaus begeben, um als Vertreter der Fachjury den Bezirksvertretern die beiden favorisierten Plätze vorzustellen. Das wird er nun am 30. Januar tun.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Neues Zuhause für den Alufant gesucht

(RP/rl)