Mönchengladbach: Jung-Makler ist bundesweit an der Spitze

Mönchengladbach: Jung-Makler ist bundesweit an der Spitze

Fünf Mönchengladbacher Makler wurden von Mietern und Käufern jetzt besonders gut bewertet. Sie gehören damit in Deutschland zu den Top Tausend der Branche. Der 35-jährige Michael Gosebrink hat am besten abgeschnitten.

Gefragt wurden die Kunden, denn die sollten am besten wissen, wie gut ein Makler ist. 900 000 Mieter und Käufer in ganz Deutschland haben die Makler bewertet, mit denen sie zu tun hatten: unter anderem nach der Erreichbarkeit, der Beratungsqualität und dem Immobilienexposé. Das Magazin Wirtschaftswoche hat auf dieser Grundlage gemeinsam mit dem Immobilienportal ImmobilienScout24 die 1000 Topmakler in Deutschland ermittelt. Erfreulich: Gladbacher Makler sind vorne mit dabei.

Einer, der absolute Spitzenwerte erreichte, ist Michael Gosebrink. Er ist seit 2006 als Immobilienmakler in Mönchengladbach tätig. Sein Erfolgsgeheimnis: Vertrauen, Transparenz, Kompetenz. "Es ist wichtig, eine Vertrauensbasis aufzubauen", sagt der 35-Jährige. "Wenn ich offen bin, öffnet sich auch der Kunde. Dann kann man auch über Probleme sprechen, über die Gründe, die zu einem Verkauf führen, wie Trennung oder ein Todesfall." Mit anderen Worten: Es geht darum, eine zwischenmenschliche Beziehung aufzubauen.

Maklerberuf liegt in der Familie

Für ebenso wichtig hält Gosebrink aber auch die Transparenz. Der Kunde müsse den Plan des Maklers nachvollziehen können: "Der Eigentümer der Immobilie muss verstehen, wie ich den Preis ermittelt habe." Er kombiniere zwei Verfahren, um eine faire Bepreisung zu gewährleisten. Vor den Vergleichen mit dem Internet kann er nur warnen. Im Internet könne man sehen, welchen Preis der Verkäufer gefordert habe, nicht, was er tatsächlich bekommen hat. "Um den Preis zu ermitteln, muss ein Makler über weitergehende Kenntnisse und Wissen verfügen", sagt der von den Kunden Geschätzte. "Die Kunden fühlen sich gut aufgehoben, wenn die Argumente des Maklers transparent und nachvollziehbar sind."

Gosebrink wurde der Maklerberuf praktisch in die Wiege gelegt: Schon sein Vater arbeitete in dieser Branche, allerdings in Brüggen. "Ich bin in die Rolle hineingewachsen", erzählt er. "Mein Vater hat mich mitgenommen, und ich konnte immer Fragen stellen." Trotzdem hat er erst noch einen Ausflug in die Rechtswissenschaften unternommen und das Studium auch abgeschlossen, dann aber entschieden, dass Makler doch sein Traumberuf ist. In Mönchengladbach hat er sich selbstständig gemacht.

  • Stadtgeschichte aus Mönchengladbach : Das Haus der Gesellschaft Erholung

Makler ist keine geschützte Berufsbezeichnung

Der Gladbacher Immobilienmarkt, sagt er, mache gerade eine absolut positive Entwicklung durch. "Der Markt ist weder übersättigt noch überdreht", meint Gosebrink. "Es gibt eine hohe Nachfrage, so dass ein angemessener Preis in einem überschaubaren Zeitrahmen erzielt werden kann."

Dieser Ansicht ist auch Christian Weeger, Geschäftsführer der DIMA Immobilien- und Verwaltungs- GmbH, die beim Ranking ebenfalls gut platziert ist. "Die Nachfrage ist deutlich gestiegen, die Zinslage kommt Käufern entgegen", erklärt der Immobilienkaufmann. Mönchengladbach sei preislich attraktiv und ziehe auch viele Kunden von außerhalb an.

Auf dem Immobilienmarkt tummeln sich unter den Maklern aber auch etliche schwarze Schafe. So ziemlich jeder kann sich Makler nennen, da kann man schnell an den Falschen geraten. Nach Angaben der Wirtschaftswoche soll es in Deutschland rund 130 000 Makler geben. Neben dem Ranking bietet die Mitgliedschaft im Immobilienverband IVD ein Qualitätskriterium. "Die Mitglieder werden geprüft", erklärt Christian Weeger. "Dadurch gibt es eine Art Gütesiegel." Gladbachs Makler sind gut aufgestellt: Zu den Top-Tausend aus Mönchengladbach zählen außerdem noch Esch Immobilien, Nolden Immobilien und Weissweiler Immobilien & Service GmbH.

(arie)
Mehr von RP ONLINE