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Mönchengladbach: Jubiläum für indische Nonnen

Mönchengladbach : Jubiläum für indische Nonnen

Seit mittlerweile 30 Jahren gibt es im Krankenhaus St. Franziskus indische Ordensschwestern. Von den ersten vier Nonnen arbeitet eine noch heute in der Klinik. Insgesamt hat sich die Zahl der Schwestern, die dort den Beruf der Krankenschwester lernen, auf 21 erhöht.

Schon immer waren Nonnen ein wichtiger Bestandteil der Maria-Hilf-Klinik. Bereits vor 160 Jahren halfen die Schwestern bei der Pflege von Patienten. 1908 waren die Franziskanerinnen sogar die Gründungsmütter des Sanatoriums St. Franziskus, das damals das erste deutsche Spezialkrankenhaus für Tuberkulosekranke war.

Heute sind die beiden Krankenhäuser in den städtischen Kliniken Maria Hilf vereint. Die Nonnen gibt es immer noch. Doch es sind längst nicht mehr nur Franziskanerinnen, die im Krankenhaus St. Franziskus den Dienst am Menschen verrichten. Hinzu gekommen sind Ordensschwestern aus Indien, die nun schon seit mittlerweile 30 Jahren in der Klinik den Beruf der Krankenschwester lernen.

"1981 kamen die ersten Schwestern ins Franziskushaus", erzählt Norbert Newinger, Vorsitzender der Gesellschaftsversammlung. Die ersten vier indischen Ordensschwestern gehörten der Franciscan Clarist Congregation Kothamangalam im Bundesstaat Kerala an.

Von den ersten Ordensschwestern trifft man heute nur noch Schwester Ranitta im Franziskushaus. Sie ist geblieben und heute die Ansprechpartnerin für alle indischen Schwestern, die seit damals in das Klinikum kommen.

"Mein Orden hält meine Aufgabe hier für wichtig", sagt sie. Ihr ist es zu verdanken, dass die indischen Ordensschwestern im Franziskushaus zu Krankenschwestern ausgebildet werden. "Sie kam damals mit dem Anliegen auf die Klinik zu, Schwestern ihrer Kongregation eine Ausbildung in unserem Haus zu ermöglichen", erzählt Norbert Newinger.

Heute hat sich die Zahl der indischen Ordensschwestern mehr als verfünffacht. Parallel zu ihrer Pflegeausbildung erhalten sie Deutschunterricht. Die Anwesenheit der Nonnen hat eine positive Auswirkung auf die Patienten und auf die Zusammenarbeit des Personals.

Die heutigen indischen Ordensschwestern stammen nur noch zum Teil von der Franciscan Clarist Congregation Kothamangalam. Sechs weitere gehören den Missionary Sisters of Mary Immaculate an und wiederum drei den Dienerinnen der Armen von Pattuvam in Kerala. "Derzeit arbeiten hier 21 Schwestern aus Indien", erklärt Newinger. Viele von ihnen gehen nach ihrer dreijährigen Ausbildung zurück nach Indien, um dort in den Krankenhäusern zu helfen.

In einem Gottesdienst zu Ehren der indischen Schwestern würdigte der Jesuitenpater Professor Dr. Anton Rauscher die Arbeit der Schwestern und erklärte, dass sie genau aus der Region Indiens stammen, in die der heilige Apostel Thomas der Überlieferung nach das Evangelium trug.

(cli)