Mönchengladbach: Jecke Räderei

Mönchengladbach: Jecke Räderei

Zum fünften Mal lud der ADFC Mönchengladbach zur närrischen Radtour ein.

Während in Rheydt das Rathaus mit Gesang und Geböller bestürmt und verteidigt wird, setzt sich an der Hauptkirche ein bunter Zug in Bewegung: Fantasievoll kostümierte und bestens gelaunte Radfahrer machen sich zu ihrem ganz eigenen Karnevalsumzug auf. In Kolonne, mit Körben voller Kamelle und Musikanlage auf dem Fahrradanhänger geht's von Rheydt nach Gladbach zum Bahnhof und dann über die Blaue Route wieder zurück zum Rheydter Marktplatz.

Die 30 bis 40 Karnevalisten auf den Zweirädern winken und rufen, die Fußgänger, kostümiert oder nicht, winken lachend zurück, die Autofahrer auf der Theodor-Heuss-Straße hupen. Aber es ist ein fröhliches Hupen. Von rheinischem Jeck zu rheinischem Jeck. Das ist nicht immer so. "Wenn wir verkleidet radeln, zu Weihnachten und zum Karneval, ist die Stimmung immer super", sagt Thomas M. Claßen vom Radfahrerverband ADFC, "bei anderen Anlässen, bei denen wir in Kolonne fahren, wirken die Autofahrer gereizter."

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Am Rosenmontag aber "ist es zum Genießen", erklärt Dirk Rheydt, Vorsitzender des Mönchengladbacher ADFC und eigentlich kein Karnevalist. Aber an den tollen Tagen verkleidet auf dem Rad unterwegs zu sein, bringe einfach Spaß - den Radfahrern und den anderen Verkehrsteilnehmern. Und genau darum gehe es. "Wir suchen immer nach Aktionen, bei denen das Radfahren positiv wahrgenommen wird", sagt Rheydt, der im farbenfrohen Clownskostüm aus Erkelenz zum Treffen geradelt war. Die bunte Truppe lässt sich Zeit auf ihrer närrischen Tour durch die Stadt: Erst eine Stunde später trifft die Räderei wieder an der Rheydter Hauptkirche ein.

(RP)