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ITK Rheinland: Wo das digitale Herz von Mönchengladbach und Neuss schlägt

ITK Rheinland mit Sitz in Neuss : Wo das digitale Herz der Stadt schlägt

Die ITK Rheinland mit Sitz in Neuss ist einer der größten kommunalen IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen. Auch die Stadt Mönchengladbach ist Mitglied, der Beigeordnete Matthias Engel ist seit Kurzem Vorsitzender des Zweckverbands. Mittelfristiges Ziel ist es, den Online-Zugang im Verbandsgebiet so weiterzuentwickeln, dass Bürger irgendwann nicht mehr persönlich ins Rathaus müssen.

Für den Zweckverband „ITK Rheinland“ mit Sitz auf dem Neusser Hammfelddamm hat die Sicherheit höchste Priorität. Dafür ist jeder der rund 300 Mitarbeiter, vornehmlich Fachinformatiker und Anwendungsbetreuer, direkt verantwortlich, regelmäßige Schulungen unterstützen sie. Das zahlt sich aus: Cyberkriminalität wird beherrschbar, von monatlich mehr als zehn Millionen Spam-Mails kommen 99 Prozent erst gar nicht an. Firewall-Strukturen auf dem neuesten Stand ergänzen den Schutz, betonen die Verantwortlichen.

Allerdings: „Wir werden aus der ganzen Welt angegriffen, und die Angriffe ändern sich ständig. Die absolute Sicherheit gibt es nicht“, räumt Geschäftsführer Bodo Karnbach ein, der zusammen mit Wolfgang Vits das Team leitet. Gleichwohl müssten die Verbandsmitglieder ganz enorm in Know-How und Personal investieren, um auch nur annähernd die gleiche Sicherheit zu erreichen.

Als „Kommunale Datenverarbeitungszentrale Neuss“ wurde der Zweckverband 1998 gegründet, wuchs durch die Fusion mit der IT-Abteilung der Stadt Düsseldorf im Jahr 2008 zur „ITK Rheinland“, 2016 fusionierte auch die IT-Abteilung der Stadt Mönchengladbach mit dem Verband. Mit diesen beiden Städten, allen Kommunen des Rhein-Kreises Neuss und dem Kreis selbst hat der Verbund zwölf Mitglieder und ist damit einer der größten kommunalen IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen. „Es gibt eine Korrelation zwischen dem Erfolg einer Stadt und ihrem Digitalisierungsgrad “ – dieses Ergebnis vieler Studien war für Kommunen frühzeitig Ansporn, aktiv zu werden.

Um den Übergang von der analogen zur digitalen Verwaltung leisten zu können, wären Qualifizierung und Aufstockung des Personals in jeder einzelnen Kommune nötig gewesen – ein enormer Aufwand. So war die Gründung eines Zweckverbands folgerichtig: Die IT Kooperation Rheinland deckt die digitalen Anforderungen mit zunehmendem Maße, schafft Synergien und spart Kosten für jede einzelne Kommune. Sie stellt Datenverarbeitung für 1,3 Millionen Menschen zur Verfügung und hat in den Kommunen 15.000 Anwender.

Ihnen stellt sie leistungsfähige und effiziente Speicher- und Datensicherungslösungen zur Verfügung und bleibt für den technischen Betrieb der Systeme verantwortlich. Mittelfristiges Ziel: Den Online-Zugang im Verbandsgebiet so weiterzuentwickeln, dass der Bürger irgendwann nicht mehr persönlich ins Rathaus Mönchengladbach oder anderer Städte muss.

Bereits heute stehen mehr als 400 Fachverfahren zur Verfügung. Das reicht vom Bürgerservice-Portal über Kfz-Kennzeichen-Ausgabe und Anwohnerparken bis zur Sicherheit und Ordnung. Die Online-Anhörung bei Ordnungswidrigkeiten ist bereits Praxis wie auch die Schul-, VHS- und Musikschulverwaltung. Aktuelle Entwicklungen sind etwa der Kita-Navigator oder ein Serviceportal für Mitarbeiter mit Zugriff auf Gehaltsabrechnungen.

Im Bereich der elektronischen Rechnungen starten in Neuss Pilotprojekte bei Kämmerei und Zivilschutz, die Stadtentwässerung Düsseldorf und die Mönchengladbacher Abfall- Grün- und Straßenbetriebe (mags) setzen diesen Service erfolgreich ein. „Das kann keiner besser als die ITK Rheinland“, sagt der Mönchengladbacher Beigeordnete Matthias Engel, seit gut einem Monat auch Vorsitzender des Zweckverbands. „Die Verwaltungsdigitalisierung hat durch Corona einen großen Schub in den Kommunen bekommen“, betont Engel. Den gelte es, in Zukunft strategisch zugunsten der Verbandsmitglieder zu nutzen. Er sieht die ITK Rheinland dafür optimal aufgestellt und verweist darauf, dass sowohl Rechenzentrum als auch Qualitätsmanagement des Zweckverbandes von der Deutschen Akkreditierungsstelle zertifiziert sind.