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Mönchengladbach: IT-Systemhaus feiert Eröffnung auf Chinesisch

Mönchengladbach : IT-Systemhaus feiert Eröffnung auf Chinesisch

...zumindest ein bisschen: Mit den Lieferanten Huawei und Kyocera hat ITZ seinen Neubau an der Erftstraße eingeweiht. Bei dem "chinesischen Frühjahrsfest" kam auch die Personalaufstockung zur Sprache.

In der IT-Dienstleistungsbranche muss man wachsen — "sonst ist man entweder draußen oder wird geschluckt", sagt Harald Grünert. Der Geschäftsführer des ITZ Rhein/Maas hat die Zeichen der Zeit verstanden, denn das Unternehmen wächst gleich im doppelten Sinne. Zum einen räumlich — gestern wurde der 900 Quadratmeter große und 1,3 Millionen Euro teure Neubau an der Erftstraße in Giesenkirchen feierlich eröffnet. Und zum anderen personell. 1995 wurde ITZ — das Kürzel steht für Informationstechnologie-Zentrum — mit nur drei Mitarbeitern gegründet, vor dem Umzug waren es 21. Bis 2016 sollen es 35 sein, ausgelegt ist das Gebäude sogar auf 45. "Alleine in diesem Jahr sind schon vier neue Mitarbeiter dazugekommen", sagt Grünert.

Mit einigem Brimborium und im losen Rahmen eines "chinesischen Frühjahrsfests" mit Lampions und Livemusik wurde gestern gefeiert. Letzteres nicht zufällig, denn der wichtigste — und bewusst einzige — Lieferant im Bereich Netzwerktechnik und IT-Storage ist seit zwei Jahren das chinesische Unternehmen Huawei. Das gewinnt zwar zunehmend Marktanteile, ist aber in Deutschland immer noch nicht allzu bekannt. Zuletzt machte der Telekommunikationsausrüster auf sich reden, als er bei Borussia Dortmund als Partner einstieg. "Das Charmante an unserer Kooperation mit dem ITZ ist nicht zuletzt, dass wir gemeinsam wachsen können", sagt Detlef Bloch, Direktor der Region West bei Huawei, dessen Europazentrale in Düsseldorf sitzt.

Aufgabe des ITZ ist es, als Dienstleister die Brückenfunktion zwischen Anwendern von IT-Lösungen und Bürotechnik — zuletzt etwa dem Neusser Lukas-Krankenhaus und dem chinesischen Baumaschinenhersteller XCMG in Krefeld-Fichtenhain — und den Herstellern zu bilden. Wichtigster Handels- und Servicepartner für Dokumentenmanagement ist das japanische Unternehmen Kyocera, langjähriger Sponsor der Gladbacher Borussia. Mit dem Druckerhersteller arbeitet das ITZ bereits seit seinen Anfängen vor 19 Jahren zusammen. Damals kannte noch kaum jemand Kyocera — wie heute Huawei. Man wuchs sozusagen gemeinsam. Doch auch mit anderen Anbietern wie Ricoh und Docuware arbeitet man zusammen.

In der neuen Nachbarschaft fühle man sich bereits überaus wohl, sagt Geschäftsführerin Heike Grünert. "Wir wollten unbedingt in Mönchengladbach bleiben, und die Wirtschaftsförderung hat uns dieses Grundstück schmackhaft gemacht." Der alte Baumbestand wurde so weit möglich erhalten, gestern Nachmittag wurden zudem vier neue Bäume gepflanzt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sitzt die ebenfalls expandierende Stahl-baufirma Reimann. "Seit dem Umzug zum Jahreswechsel zählen die auch zu unseren Kunden", sagt Heike Grünert und lacht.

(RP)