Inklusion in Mönchengladbach: LVR gibt 820.000 Euro für Menschen mit Behinderung im Beruf

Inklusion in Mönchengladbach : LVR gibt 820.000 Euro für Menschen mit Behinderung im Job

Im Jahr 2018 wurde in 152 Fällen die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen in Mönchengladbach unterstützt.

Im Jahr 2018 haben das Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und die rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben in 152 Fällen mit mehr als 820.000 Euro die Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen in Mönchengladbach unterstützt. Mit dem Geld werden neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen sowie Räumlichkeiten und Arbeitsplätze behinderungsrecht gestaltet. Dies geht aus dem Jahresbericht 2018/2019 hervor, den das LVR-Inklusionsamt nun veröffentlicht hat.

Ein besonderes Förderungsinstrument zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen ist die Förderung von Inklusionsbetrieben. Hierbei handelt es sich um Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes, die neben ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit einen besonderen sozialen Auftrag haben. Sie beschäftigen auf 30 bis 50 Prozent der Arbeitsplätze Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Ende 2018 gab es sieben anerkannte Inklusionsbetriebe in Mönchengladbach.

Im Jahr  2017 waren im Arbeitsagenturbezirk Mönchengladbach 7.576 Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen besetzt. Die Arbeitgeber erreichten eine durchschnittliche Beschäftigungsquote von 4,7 Prozent, die damit unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von fünf Prozent liegt. Um in allen Bereichen und bei allen Arbeitgebern die gesetzliche Quote zu erfüllen, müssten 1.807 weitere Arbeitsplätze mit schwerbehinderten oder gleichgestellten Personen besetzt werden.

„Die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze für schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen bleiben das oberste gemeinsame Ziel des LVR-Inklusionsamtes“, sagt Prof. Angela Faber, LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung. „Wer Menschen mit Behinderung beschäftigt kann sich sicher sein: Wir beraten und fördern nicht nur kurzfristig, sondern wir begleiten langfristig. Dazu arbeiten wir auch eng mit den Rehabilitationsträgern wie Arbeitsagentur und Rentenversicherung zusammen.“

Seit dem 1. Januar 2018 hat sich das Leistungsportfolio des LVR-Inklusionsamtes erweitert. Neben den Rehabilitationsträgern hat nun auch das LVR-Inklusionsamt den gesetzlichen Auftrag der Prävention. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern sollen der Eintritt einer Behinderung einschließlich einer chronischen Krankheit durch Aufklärung und Beratung vermieden werden.

Das LVR-Inklusionsamt  ist im Rheinland für einen Großteil der Aufgaben der beruflichen Teilhabe schwerbehinderter und gleichgestellter Männer und Frauen zuständig und führt diese in enger Zusammenarbeit mit den 38 Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben durch.

(RP)
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