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Mönchengladbach: In Wanlo wird ein Wall gebaut

Mönchengladbach : In Wanlo wird ein Wall gebaut

Die Bezirksvertretung West fordert eine Wand an der Abbaukante. Die Mehrheit der Bürger wünscht dagegen einen Wall – so das Ergebnis einer Umfrage. Gestern entschied der Rat: Ein Wall trennt Wanlo vom Braunkohle-Tagebau Garzweiler II. Nur die CDU kämpfte für die Wand-Lösung.

Die Bezirksvertretung West fordert eine Wand an der Abbaukante. Die Mehrheit der Bürger wünscht dagegen einen Wall — so das Ergebnis einer Umfrage. Gestern entschied der Rat: Ein Wall trennt Wanlo vom Braunkohle-Tagebau Garzweiler II. Nur die CDU kämpfte für die Wand-Lösung.

Zunächst war es langatmig, dann machte sich eine gereizte Stimmung breit: Im Rat beharkten sich gestern SPD, FDP und Grüne auf der einen und die CDU auf der anderen Seite. Und als bei einem Antrag der Christdemokraten, der eine Teilnahme an einem Förderprojekt zum Thema Elektromobilität zum Ziel hat, die Ampel auch zustimmte und weitgehende Einigkeit erreicht wurde, war es Oberbürgermeister Norbert Bude, der für einen Wermutstropfen sorgte.

Der enge Zeitrahmen — ein Projektkonzept muss bis zum 30. November vorliegen — ließ ihn argwöhnen, die Stadt könne dies womöglich nicht schaffen. Schon war der kurzzeitige Frieden dahin. "Wenn sich so eine Chance bietet, müssen wir als Stadt schnell handeln, damit wir dabei sein können", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans Peter Schlegelmilch. Immerhin hat er mit seiner Fraktion bereits Vorleistungen erbracht: Mehrere Nachbarkommunen — unter anderem Düsseldorf, Neuss und Mettmann — wollen mit Mönchengladbach gemeinsam auftreten. Während bei diesem Thema noch einiges unklar ist, fielen bei anderen Punkten Entscheidungen.

Wanlo Hier kehrt die Stadt zur ursprünglichen Planung zurück. Und die sieht einen bepflanzten Wall als Abgrenzung von Dorf und künftigem Braunkohle-Tagebau vor. Damit revidierte der Rat die Entscheidung der Bezirksvertretung West, die eine Wand an der Abbaukante wollte. Nur die CDU wollte dies am Ende noch — aus Respekt vor der Bezirksvertretung und dem Ergebnis eines Runden Tisches. Die anderen Fraktionen beriefen sich auf eine Bürgerumfrage. Sie ergab eine Mehrheit für den Wall.

Solarenergie Auf den Nordpark-Parkplätzen sollen Ständer mit Solarmodulen aufgestellt werden: unten parken Autos, über ihnen wird grüner Strom produziert. Das ist die Idee der CDU. Die Ampel schmetterte gestern einen Antrag der Christdemokraten ab, dies prüfen zu lassen. Diese Idee sei haarsträubend, so der FDP-Fraktionschef Dr. Anno Jansen-Winkeln. Denn: "Die NVV hat das längst untersucht. Das rechnet sich nicht, und die CDU müsste das wissen. Ihre Vertreter sitzen doch in den entsprechenden Gremien." CDU-Sprecher Schlegelmilch war entsetzt: "Es geht der Ampel nur darum, unsere Ideen in die Tonne zu kloppen."

(RP/jt)