Mönchengladbach: In Gladbach gibt's (noch) keinen Ärztestreik

Mönchengladbach : In Gladbach gibt's (noch) keinen Ärztestreik

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern für gescheitert erklärt. Nun bereiten die Krankenhausärzte die Urabstimmung vor.

Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach, in der Rechtsform einer GmbH aufgestellt, sind von Warnstreik-Aktionen und vorübergehenden Arbeitsniederlegungen nicht betroffen. Das erklärte gestern Geschäftsführer Horst Imdahl auf Anfrage.

"Es gibt keine Beeinträchtigungen bei den Arbeitsabläufen in unseren Kliniken”, meldet Imdahl. Das heißt, die Patientenversorgung im Elisabeth-Krankenhaus, in der Kinderklinik und in der Hardterwald-Klinik ist gegenwärtig reibungslos gewährleistet.

Was nach der Urabstimmung passieren wird, auch in Rheydt und Hardt, weiß Imdahl naturgemäß nicht. Er erinnert sich nur lebhaft an die Tarifauseinandersetzungen vor vier Jahren: "Damals mussten wir eine deutliche Stimmungsverschlechterung in den Häusern feststellen, nachdem die Ärzte sich einen kräftigen Schluck aus der Tarifpulle genehmigt hatten. Die Schwestern und Pfleger aber hatten davon nicht profitiert und waren über diese Diskrepanz alles andere als begeistert”, so der Geschäftsführer.

Diese Situation habe das Arbeitsklima seinerzeit "ziemlich vergiftet”, so Imdahl. Er verstehe im Übrigen nicht, weshalb die verhandelnden Ärzte der Gewerkschaft auf die Angebote der Arbeitgeberseite nicht eingegangen sind. Diese stellten eine spürbare Verbesserung dar.

Dass der Durchbruch bei den Bereitschaftsdiensten bei den Verhandlungen nicht gelungen ist, sei zwar schade. "Aber wir dürfen nie vergessen: Auch Schwestern und Pfleger leisten diesen Bereitschaftsdienst”, betont Horst Imdahl.

(RP)
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