Mönchengladbach: Immer mehr Gladbacher tragen Hörgeräte

Mönchengladbach: Immer mehr Gladbacher tragen Hörgeräte

Deshalb hat Fielmann an der Hindenburgstraße erweitert und eröffnet eine Hörakustik-Abteilung.

"Nicht einen Pfennig zugezahlt" - mit dieser Werbekampagne hat die Augenoptikkette Fielmann noch zu Zeiten der D-Mark den Brillenmarkt umgekrempelt und die Kassengestelle zu tragbaren, modischen Accessoires gemacht. Jetzt ist der Hörgerätemarkt dran. In Mönchengladbach an der Hindenburgstraße eröffnet Fielmann heute eine Hörakustikabteilung.

Man reagiere damit auf die Kundennachfrage in Mönchengladbach, erklärt Fielmann-Niederlassungsleiter Goebels die Erweiterung des Angebots. Es ist die 159. Hörakustikabteilung des deutschen Augenoptik-Marktführers. Der Markt dafür ist da: Etwa 3,5 Millionen Menschen in Deutschland tragen ein Hörgerät, weitere ungefähr 1,9 Millionen brauchen eins, schrecken aber noch davor zurück. Zu Unrecht, meinen die Fachleute. Hörgeräte sind heute nicht mehr unbedingt groß, beige und teuer. "Früher waren es nur Hörverstärker", sagt Marco Hümke. "Heute sind es kleine programmierbare Computer." Mit einer entsprechenden Verordnung des Facharztes muss der Kunde meist nichts zuzahlen. "85 Prozent unserer Kunden entscheiden sich für die Null-Tarif-Geräte", erklärt Hümke. Sie verfügen ebenso wie die teureren Geräte über Schnittstellen für TV und Handy oder Impulsschallreduzierung. Sie sind klein und werden individuell angepasst. "Wir können jetzt direkt am Ohr programmieren", sagt Hörakustikmeister David Klein. Dabei lässt sich das Hörgerät auch auf den Lärmpegel bei einer Autofahrt mit laufendem Radio und Beifahrer einstellen. Oder auf den Theaterbesuch. Auch Reparaturen sind bei zuzahlungsfreien Modellen im Übrigen kostenlos.

Fielmann Mönchengladbach ergänzt sein Team von 27 Mitarbeitern in der Augenoptik um drei Mitarbeiter in der Hörakustikabteilung, einer davon ein Auszubildender.

(arie)