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Mönchengladbach: Illegales Autorennen: Nun droht Führerscheinentzug

Mönchengladbach : Illegales Autorennen: Nun droht Führerscheinentzug

Die Polizei hat einen Mercedesfahrer erwischt, der sich mit einem anderen Autofahrer auf der Theodor-Heuss-Straße ein Rennen lieferte. Die beiden Männer sollen mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 100 km/h durch die Innenstadt gerast sein und dabei andere Pkw rechts und links überholt haben, um möglichst schnell voranzukommen.

Beamte der Verkehrsüberwachung hatten die rasenden Mercedesfahrer am vergangenen Donnerstag gegen 20 Uhr beobachtet, wie sie von der Breite Straße in Richtung Berliner Platz fuhren. Einer der "Rennfahrer", ein 33-jähriger Mönchengladbacher, konnte angehalten werden, sein Gegner nicht. Er wird aber noch ermittelt, so die Polizei.

Den 33-Jährigen erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro und ein Monat Fahrverbot. Zusätzlich wird die Führerscheinstelle informiert mit der Bitte, seine charakterliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu überprüfen. Möglicherweise droht ihm nun auch ein langfristiger Führerscheinentzug.

Offensichtlich wird die Strecke häufiger für Autorennen genutzt, obwohl sie am Polizeipräsidium vorbeiführt. Pech hatten auch die beiden Autofahrer, die sich 2009 in der Innenstadt ein Rennen lieferten: Hinter ihnen fuhr ein Streifenwagen.

Laut Polizei rasten ein BMW- und ein Renaultfahrer (23 und 28 Jahre alt) über die Gartenstraße, Theodor-Heuss-Straße, Rathenaustraße, Erzbergerstraße und Lürriper Straße mit bis zu 120 km/h. Am "Starenkasten" Theodor-Heuss-Straße wurden sie kurz langsamer, um direkt danach weiter kräftig Gas zu geben. Auf der Lürriper Straße wurde das Rennen von der Polizei gestoppt.

In einem Metallgitterzaun an der Kreuzung Korschenbroicher-/ Breitenbachstraße endete ein Rennen für einen damals 24-Jährigen, der sich in einem Autohaus einen nagelneuen Porsche ausgeliehen hatte. Die Polizei fand in der Nähe deutliche Driftspuren und Gummi-Abrieb von mehreren Fahrzeugen. Die Gesamtumstände ließen den Verdacht zu, dass sich mehrere Fahrer ein nächtliches Rennen geliefert hatten.

(OTS)