Mönchengladbach: IG Metall hat alten "Gewerkschaftsmief" verbannt

Mönchengladbach: IG Metall hat alten "Gewerkschaftsmief" verbannt

Der Charme der 70er Jahre ist passé - die IG Metall hat gestern ihre frisch renovierten Räume präsentiert. Und die kommen ohne jeglichen Gewerkschaftsmief aus.

"Nicht jede Tradition ist es wert, beibehalten zu werden. Eine moderne Gewerkschaft darf durchaus helle und freundliche Räume haben", sagte SPD-Landtagsabgeordneter Hans-Willi Körfges, der neben etlichen verdienten Gewerkschaftlern und Betriebsratsvorsitzenden den Weg an die Rheydter Straße gefunden hatte, anerkennend.

60.000 Euro hat die IG Metall selbst für neues Mobiliar investiert, darunter höhenverstellbare Tische. "Wir können ja nicht bei den Unternehmen auf Ergonomie am Arbeitsplatz pochen und dann selber nichts dergleichen tun", sagte Erster Bevollmächtigter Reimund Strauß. Der Vermieter der 1971 von der IG Metall bezogenen Immobilie, die Vermögensgesellschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes, dürfte noch einmal ein Vielfaches dessen aufgebracht haben um Fußböden, Elektrik, Fenster und Wände neu zu gestalten. "Hier wurde alles vollständig entkernt und neu gemacht", sagte Gewerkschaftssekretär Frank Taufenbach. Strauß führte in seiner kurzen Ansprache aus, dass die seit Anfang 2016 laufenden Arbeiten - die dritte Etage, der Außenbereich und das Treppenhaus werden immer noch umgebaut - durchaus auch große Belastungen für die Angestellten mit sich brachten.

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Acht Mitarbeiter, darunter ein Auszubildender, sind für die IG Metall tätig. Dazu sind die Räume aber auch Anlaufpunkt für Funktionäre und Mitglieder. Zudem wird ab Jahresende hier ein Versichertenältester damit beginnen, Rentenberatung anzubieten.

(tler)
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