Mönchengladbach: Hundewiesen eröffnet

Mönchengladbach: Hundewiesen eröffnet

Auf 17 Freilaufflächen im Stadtgebiet dürfen Hunde nun ohne Leine flitzen, spielen und toben. Mitglieder der Hundelobby feierten ihren Erfolg auf einer Wiese hinter dem Fan-Haus ­ mit ihren Vierbeinern.

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p class="text">Micha hat sein ganz persönliches Paradies gefunden. Das ist exakt 8578 Quadratmeter groß und liegt hinter dem Fan-Haus an der Gladbacher Straße. Eine Wiese mit ein paar Bäumen und ­ das hat Micha sofort entdeckt ­ einer Wasserstelle am Rand. Im Nu ist der helle Mischlingsrüde mit einem Satz mitten in die Fluten gesprungen, und sein im trockenen Zustand seidiges Fell trieft vor Nässe. Er schüttelt sich, und sofort geht‘s weiter.

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p class="text">Ab zu den Freuden, die gestern Morgen zum allerersten Mal leinenlos auf einer der 17 Freilaufflächen der Stadt flitzen und toben durften. Mitglieder der Hundelobby feierten die Premiere mit ihren Vierbeinern im Nordpark."Das ist ein ganz besonderer Tag für uns”, sagte der Vorsitzende der Interessenvertretung, Gerd Gröne-Gormanns. "Mit der Schaffung der Hundewiesen ist unser wichtigstes Ziel erreicht ­ zumindest teilweise.”

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p class="text">Denn von den ursprünglich 27 Flächen hatten die Bezirksvertretungen zehn gestrichen. "Leider sind das gerade die Areale in den Innenstädten.” Die wären, so Gröne-Gormanns, besonders für ältere oder kranke Hundehalter in der Stadt wichtig gewesen. "Die sind nicht immer so mobil, bis zur nächsten Hundewiese zu fahren.” Und oft bestehe durch den Hund die einzige soziale Bindung nach außen.

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p class="text">Arne Vickus vom Grünflächenamt der Stadt versicherte: "Wir suchen nach weiteren Flächen in Gladbach und Rheydt. Aber leicht wird das nicht.” Dieter Breymann. der für die CDU an der Eröffnung der Freilauffläche teilnahm, schlug spontan das Brachgelände des ehemaligen Zentralbades an der Lüpertzender Straße vor. Auch Marlies Clerc, für die SPD vor Ort, will Augen und Ohren offen halten.

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p class="text">In nur anderthalb Jahren hatte die Hundelobby mit ihren inzwischen fast 1500 Mitgliedern ihr Anliegen umsetzen können. Da im gesamten Stadtgebiet ­ außer auf Wirtschaftswegen ­ absolute Leinenpflicht herrscht, hatten sich die Interessenvertreter für Freilaufflächen eingesetzt. Mit Erfolg. "Jetzt appellieren wir an die Hundehalter, für Ordnung und Sauberkeit auf den Flächen zu sorgen und vor allem die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen”, betonte Gröne-Gormanns.

Bello-Boxen von "Clean up” und Abfallbehälter der GEM stehen dafür an allen 17 Wiesen bereit.Micha hat sich ausgetobt. Am Rand der Wiese liegt er zufrieden und zerkaut einen Ast. Seine Freunde spielen noch ein bisschen Nachlaufen. Die Hundebesitzer sind zufrieden ­ "weil unsere Tiere zufrieden sind.” Das sind sie.

(RP)