Kommentar: Horst ist tot - lang lebe Horst

Kommentar : Horst ist tot - lang lebe Horst

Aufstieg und Ende der Erfolgsgeschichte Horst verdeutlichen nicht zuletzt eines: Das, was mit Ehrenarbeit in Mönchengladbach zu erreichen ist, stößt früher oder später an natürliche Grenzen, wenn gleichzeitig versäumt wird, das Wachstum eines Projekts durch unterstützende Maßnahmen von außen aufzufangen und es dadurch nachhaltig zu stabilisieren.

Insofern ist das Horst-Aus ein Warnschuss zur rechten Zeit.

Denn beachtenswerte Projekte der freien Kulturszene gibt es in der Stadt zuhauf - noch. Die bisweilen sensiblen Naturen dahinter einzubinden, ernst zu nehmen und - nach reiflicher Analyse - nicht nur mit Worten, sondern mit Taten zu unterstützen, ist auch in Zeiten klammer Kassen Aufgabe der Politik. Nicht zufällig richtet sich die Kritik der Macher in erster Linie an diese. CDU und SPD sollten ihr Bekenntnis im Kooperationsvertrag also tunlichst nicht auf das Horst-Festival im Besonderen, sondern auf die Szene im Allgemeinen gemünzt verstehen. Nur dann hat die Idee Horst eine echte Zukunft.

(RP)