Mönchengladbach: Horst-Festival: Zukunft ist ungewiss

Mönchengladbach : Horst-Festival: Zukunft ist ungewiss

Weil der Konzert-Sonntag die Erwartungen nicht erfüllte, steht das Festival auf dem Prüfstand, so die Veranstalter. Das Konzept gehe nicht auf.

Das Horst-Festival, das zuletzt vor drei Wochen auf dem Platz der Republik über die Bühnen ging, blickt in eine noch ungewisse Zukunft. "Wie es weitergeht, wird momentan heiß diskutiert", sagte Festivalleiter Oliver Leonards unserer Zeitung. Besonders die Konzerte am Sonntag stünden auf dem Prüfstand.

Zur bereits sechsten Auflage des Horst-Festivals hatte das Team um Oliver Leonards Bands wie Madsen, Jupiter Jones und den Rapper Prinz Pi für Auftritte in Gladbach gewinnen können. Drei Tage lang beschallte man das Gelände rund ums Berufskolleg hinterm Hauptbahnhof. 13.000 Fans besuchten das Festival am gesamten Wochenende, so Leonards, das reichte gerade so. "Finanziell war es wieder eine ganz knappe Nummer", sagt Leonards.

Erst im vergangen Jahr hatte das Horst-Festival die Zielvorgaben verfehlt. Damals fehlten nach Kassensturz 10.000 Euro. Nun ging alles gut. Allerdings: Allein das Sponsoring, allen voran die in diesem Jahr neue Kooperation mit dem Hockeypark, hätten das Festival vor den roten Zahlen bewahrt. 200.000 Euro Umsatz verzeichnete Horst, so Leonards, die Einnahmen reichten gerade so, um die Ausgaben zu decken.

"Insbesondere wegen des Sonntags ist es sehr eng geworden", zieht Leonards Bilanz. Denn am Sonntag wird - anders als freitags und samstags - kein Eintritt verlangt. Das Festival finanziert sich dann ausschließlich über die Gastronomie. Trotz freien Eintritts kämen aber weniger Besucher als an den "Bezahl-Tagen", sagt Leonards. 2013 habe man das gleiche Phänomen beobachtet. "Hätte das WM-Finale am Abend nicht noch mal 3000 Besucher auf den Platz gespült, wären wir deutlich in die Miesen geraten."

Finanzielles Risiko, Aufwand und Verantwortung stünden für die Festivalmacher darum in keinem Verhältnis mehr. "Das Konzept in seiner jetzigen Form geht nicht auf", sagt Leonards. Über die Zukunft des Festivals werde in den kommenden Tagen entschieden.

(RP)