Mönchengladbach: Homosexuelle wollen Runden Tisch mit Politik

Mönchengladbach : Homosexuelle wollen Runden Tisch mit Politik

Keine Extrawurst, sondern Gleichberechtigung. Das würde ihnen schon reichen. Mit diesem Motto hatten die Veranstalter des ersten Christopher Street Day in Mönchengladbach auf dem Harmonieplatz eingeladen. Rund einen Monat nach der Veranstaltung zog der Verein Bilanz. "Es ist einfach super gelaufen", resümiert der Vorsitzende des CSD-Mönchengladbach, Markus Schnorrenberg. "Wenn ich heute davon erzähle, bekomme ich noch immer Gänsehaut".

Drei Monate lang hatten er und seine Vereinsmitglieder das Fest vorbereitet. Es habe immer Skeptiker und Kritiker gegeben. "Aber während der Reden von Politikern war der Platz gefüllt mit Menschen. Unsere Botschaft kam an", sagt Schnorrenberg. Deshalb steht einer Wiederholung des CSD im kommenden Jahr auch nichts im Wege.

Organisatorisch wollen die Vereinsmitglieder noch eine Schippe drauf legen. "Es gab lapidare Kritikpunkte wegen der Organisation", sagt Schnorrenberg. "Aber das wollen wir uns zu Herzen nehmen. Denn wir wollen uns nicht auf unseren Erfolgen ausruhen, sondern besser werden. Kritikpunkt Nummer eins ist, dass es zu wenig Mülleimer auf dem Gelände gegeben hat. "Sowas passiert beim ersten Mal", sagt Schnorrenberg. Aber am Abend wurde gekehrt, alles war wieder sauber."

Doch auch am Bühnenprogramm soll gefeilt werden, dazu sollen die Infostände besser verteilt werden. Weitere frohe Kunde kam aus der Politik. Es habe mit Vertretern der Parteien vor Ort Gespräche über einen Runden Tisch gegeben. An ihm sollen mit Verantwortlichen aus Verwaltung und Rat über zukünftige Projekte gesprochen werden, um Angebote für Homosexuelle zu erarbeiten. "Vor allem für Senioren gibt es noch sehr wenig", sagt Schnorreberg.

Für den runden Tisch gibt es bisher zwar weder ein Datum noch Namen, die genannt werden können. Schnorrenberg gibt sich aber optimistisch. Es gab positive Rückmeldung von allen, die an der CSD-Podiumsdiskussion teilgenommen haben. "Wir werden alle Fraktionen zum Runden Tisch einladen."

(RP)