Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach und Krefeld: Präsident geht 2020

Mönchengladbach und Krefeld : Präsident der Hochschule Niederrhein tritt nicht für dritte Amtszeit an

Der Präsident der Hochschule Niederrhein, Prof. Hans-Hennig von Grünberg, wird sein Amt im Februar 2020 niederlegen. Seine Stelle ist nun ausgeschrieben.

Die Hochschule Niederrhein muss einen neuen Präsidenten suchen: Nach über neun Jahren an der Spitze hat sich Präsident Prof. Hans-Hennig von Grünberg (53) entschieden, für eine dritte Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte. Die Stelle ist nun neu ausgeschrieben. Von Grünberg bleibt bis zum Ende seiner Amtszeit im Februar 2020 im Amt.

„Der Weggang von Grünbergs ist ein Verlust für die Hochschule Niederrhein. Ich kann aber gut verstehen, dass ein tatkräftiger Mensch noch einmal eine neue Herausforderung sucht“, sagt Hochschulratsvorsitzender Dieter Porschen. In den neun Jahren der Amtszeit von von Grünberg habe die Hochschule einen großen Schritt zu einer forschungs- und transferorientierten Hochschule für angewandte Wissenschaften getan, sagte er. Zudem seien Angebote in der Lehre ausgebaut und damit die Qualität der Lehre systematisch verbessert worden. Beispielsweise habe die Hochschule Niederrhein ihre akquirierten Drittmittel in Lehre und Forschung erheblich steigern können, sagte Porschen. Die Zahl der Studierenden wuchs von 10.800 auf 14.500 an, die Zahl der Professorinnen und Professoren von 218 auf 245.

Für seine Leistungen wurde Hans-Hennig von Grünberg 2017 von der Wochenzeitung Die Zeit und dem Centrum für Hochschulentwicklung als Hochschulmanager des Jahres ausgezeichnet. Von Grünberg ist zudem Mitbegründer und Vorsitzender der Hochschulallianz für den Mittelstand Der Verein, dem derzeit zwölf Hochschulen für angewandte Wissenschaften aus zehn Bundesländern angehören, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Belange seines Hochschultyps bundesweit zu vertreten.

Von Grünberg ist theoretischer Physiker. Nach Studium, Promotion und Habilitation an der RWTH Aachen und der Freien Universität Berlin erhielt er 2004 einen Ruf an die Universität Graz, wo er Theoretische Physikalische Chemie lehrte. 2009 wurde er zum Präsidenten der Hochschule Niederrhein gewählt, das Amt trat er am 1. März 2010 an. 2015 wurde er mit großer Mehrheit wiedergewählt.

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Eine Findungskommission aus Mitgliedern des Hochschulrats und des Senats hat nun die Aufgabe übernommen, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten ausfindig zu machen, die dann zu gegebener Zeit der Wahlversammlung der Hochschule präsentiert werden können. Gesucht wird „eine werteorientierte, kommunikative Persönlichkeit mit integrativen Fähigkeiten und Eloquenz, die die Hochschule engagiert nach innen und außen vertritt und sie in den nächsten Jahren wiederum deutlich weiterentwickelt“, heißt es in der Stellenanzeige.

(RP)
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