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Hitze in Mönchengladbach: Das sind die kühlsten Orte der Stadt

Hitze in Mönchengladbach : Hier kann man sich heute abkühlen

Heute sollen es bis zu 38 Grad in Mönchengladbach werden. Wir haben ein paar Ausflugs-Tipps gegen die Hitze gesammelt, wie etwa die Kasematten im Schloss Rheydt oder die Krypta im Gladbacher Münster.

Es ist das Gesprächsthema beim Bäcker, auf der Arbeit, in der Schule oder im Bus: Die Hitzewelle erreicht ihren vorläufigen Höchstwert. Bei bis zu 38 Grad schwitzen die Mönchengladbacher heute zuhause, im Auto und im Büro. Es gibt aber auch ein paar Orte in der Stadt, die sich für einen Erfrischungsbesuch lohnen. Wir waren mit dem Thermometer unterwegs und stellen vier öffentliche Plätze vor, die eine Abkühlung bieten.

Das Wasser im Volksbad misst noch 26 Grad. Je mehr Gäste kommen, desto wärmer wird es. Foto: Julia Weise

Volksbad: 26 Grad Dieter Aßing hat vielleicht den schönsten Job bei diesen Außentemeperaturen. Er ist Schwimmmeister im Volksbad an der Peter-Krall-Straße. Am Wochenende waren noch 4800 Gäste zu Besuch, Aßing rechnet heute mit 3000 Schwimmern. „Sobald die Schule aus ist, wird es voll“, weiß er aus Erfahrung. Die Wassertemperatur liegt hier bei 25,5 Grad. Nachts werden die Filter mit kaltem Frischwasser durchgespühlt. Die vielen Besucher und die starke Sonneneinstrahlung heizen das Wasser im Becken auf. Das Schwimmbad ist täglich zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet und hat für 10.000 Gäste Platz. „Dann sieht man hier aber kein Grün mehr auf der Wiese“, sagt Aßing und lacht.

Die Temperatur im Mueum Abteiberg muss stetig 21 Grad messen, samit die Kunstwerke gut erhalten bleiben. Foto: Julia Weise

Museum Abteiberg: 21 Grad Besucher des Museums Abteiberg dürfen einmal durchatmen. Bei 21 Grad Innentemperatur und einer Luftfeuchtigkeit von 52 Prozent kann man seinen Tag verbringen. Für Museumspädagoge Uwe Riedel ist das keine Besonderheit. „Im Sommer und im Winter haben wir in allen Räumen durchgängig dieselbe Temperatur“, sagt er. Das sei zum Schutz der Kunstwerke Vorschrift, erklärt er. Kunstwerke, besonders aus Holz, sind sehr empfindlich und müssen konserviert werden, damit sie nicht geschädigt werden. „Viele Besucher, die hier reinkommen, wissen gar nicht, wie angenehm es bei uns ist und sind total erstaunt“, sagt Riedel. Geöffnet ist das Museum Dienstag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr.

In den Kasematten am Schloss Rheydt sind es angenehme 21 Grad. Wer länger bleibt, sollte eine Jacke mitbringen. Foto: Julia Weise

Kasematten im Museum Schloss Rheydt: 21 Grad Drei Meter tief von Backsteinen umzingelt Gänge entlang schlendern. Und das bei knapp 20 Grad – ganz ohne Klimaanlage. Das geht in den Kasematten des städtischen Museums Schloss Rheydt. „Wenn man hier eine halbe Stunde drin ist, sollte man sich eine Jacke mitnehmen“, empfiehlt Museumshausmeister Christian Naber. Hier unten gibt es keine Verbindung zur Außenwelt; Internet- und Handynetz Fehlanzeige. Ab und zu kämpft sich ein Lichtstrahl durch. Doch auch oberhalb der Kasematten lässt sich ein heißer Tag angenehm verbringen. Entlang der Seen gibt es schattige Plätze, um den vielen Pfauen dabei zuzusehen, wie sie ein Rad schlagen. Geöffnet sind die Kasematten und alle anderen Gebäude und Anlagen an der Schlossstraße 508 dienstags bis freitags zwischen 11 und 17 Uhr und am Wochenende eine Stunde länger bis 18 Uhr.

>> Hier finden Sie unseren Live-Blog zur Hitzewelle in NRW. <<

Krypta im Mönchengladbacher Münster: 18 Grad Im Münster ist es wie auch in vielen alten Kirchen angenehm kühl, mit leicht feuchter Luft. „Eine ältere Dame sprach mich nach dem Gottesdienst am vorigen Sonntag an und sagte, dass sie gefroren habe“, erzählt Probst Peter Blätter. Ganz so kalt ist es dann doch nicht. Aber wenn man verschwitzt herein komme, könne es gut sein, dass man sich leicht erkältet, sagt Blätter. In der Krypra unter dem Münster ist es noch ein paar Grad kühler. Das Thermometer schafft es unter die 20-Grad-Marke und macht damit einen der kühlsten öffentlichen Orte in Mönchengladbach fest. „Die Krypta ist einer der ältesten Räume in Mönchengladbach, und viele sagen es ist auch einer der schönsten“, sagt Blätter. Ausstellungen und Veranstaltungen werden hier mit einer warmen Farbmischung beleuchtet. Geöffnet ist jeden Tag außer montags von 10 bis 17 Uhr. Ehrenamtliche Mitarbeiter erklären Gästen die Teufel-Legende am Grab des Albertus und alles andere Wissenswerte des Münster. „Ohne die können wir die Öffnungszeiten nicht stemmen“, sagt Blätter.