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Mönchengladbach: Herr der Postkarten

Mönchengladbach : Herr der Postkarten

Wolfgang Wolff besitzt etwa 1000 Ansichtskarten mit Rheydter Motiven. Wir zeigen eine Auswahl seiner Sammlung, darunter Bauten und Denkmäler, die heute nicht mehr existieren.

Wie sah Rheydt eigentlich Anfang des 20. Jahrhunderts aus? Wolfgang Wolff weiß es. Denn der 39-Jährige besitzt etwa 1000 historische Postkarten mit Rheydter Motiven. Wie alles anfing? Als Vorsitzender des Heimatvereins Geneicken-Bonnenbroich suchte er zum 50-jährigen Bestehen im Jahr 2010 Material: Postkarten, Fotos, Bilder ­ Erinnerungen an den Stadtteil. Aus ein paar Postkarten wurde innerhalb von fünf Jahren eine stattliche Sammlung, die jetzt ganz Rheydt umfasst ­ 1000 Karten. Als Sammler sieht sich Wolff trotzdem nicht: "Ich erweitere nur nach und nach meinen Bestand.”

Häufige Motive sind die Hauptkirche, das Rathaus, die Stadthalle und das Schloss. "Was in Rheydt beliebt war, wurde bis zum Umfallen als Postkarte gedruckt”, sagt der Realschullehrer. Die Postkarten findet der CDU-Ratsherr auf Börsen. Manchmal stecken ihm Gladbacher die historischen Schätze zu. Bei manchen Bildern schwelgt Wolff in Erinnerungen. Die Stadthalle: Als einer von 800 Hugo-Junkers-Gymnasiasten saß er darin zur Schallprobe. Auf der Bühne knallte es, und es wurde gemessen, wie sich der Schall im vollen Raum verteilt.

Ortsgeschichte ist Wolffs Leidenschaft. Seine Ferien verbringt er nicht unter Palmen, sondern er durchforstet das Stadtarchiv nach Historischem. Seine Erkenntnisse trägt er in einer Chronik zum 50-jährigen Bestehen des Vereins zusammen ­ natürlich bebildert mit historischen Postkarten.