Mönchengladbach: HDZ: Zwei Investoren, drei Pläne

Mönchengladbach: HDZ: Zwei Investoren, drei Pläne

Da waren es nur noch zwei. Nur die Hamburger ECE-Gruppe und die Essener Management für Immobilien (MFI) werden ihre Pläne für ein neues Einkaufszentrum in der Gladbacher City (im Bürokratendeutsch Handels- und Dienstleistungszentrum = HDZ) einreichen.

Die bisherigen Mitbewerber Sonae Sierra und die Concepta Projektenteicklung haben die Stadt inzwischen offiziell wissen lassen, dass sie nicht länger in Gladbach bauen wollen. Die Verbliebenen sind aber nicht nur die Nummer eins und zwei auf dem deutschen Markt, sie sind auch beide fest entschlossen, in Gladbach zu bauen. Die Abgabefrist endet am 15. September.

Nachdem MFI Kaufoptionen für Theatergalerie und Lichthof hat und damit eine Lösung vorstellen wird, die entlang der Hindenburgstraße verläuft, wird die Hamburger ECE-Gruppe nachziehen. Insider gehen davon aus, dass die Hamburger nicht nur eine, sondern möglicherweise zwei Varianten in den Wettbewerb einreichen werden. Neben ihrer schon 2008 präsentierten Lösung über die Steinmetzstraße in das Gründerzeitviertel hinein zu bauen, müssten die Hamburger dann eine Alternative bieten. Wie diese aussehen könnte, ist noch völlig offen.

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Ein Knackpunkt ist der Tunnel, der unter der Steinmetzstraße nötig würde und den nach den bisherigen Plänen die Stadt bezahlen sollte. Auch ob dies unverrückbar so ist, oder ECE sich möglicherweise an den Kosten beteiligen würde, wird sich bei den Verhandlungen zeigen. Bis kommenden Dienstag müssen die Pläne abgegeben sein. Wer bauen darf, entscheidet der Rat voraussichtlich im Dezember. Die Parteien haben in unterschiedlichen Nuancen betont, dass es wichtig ist, dass schnell und verlässlich gebaut werden kann, gleichzeitig aber das Gesicht der Stadt nicht zu sehr verändert werden muss.

(RP)
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